Über mich

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Wenn bei vielen der Lebensweg eher geradlinig verläuft, befinde ich mich wohl eher im Himalaya Gebirge, es geht immer auf und ab – eben alles andere als geradlinig.

Denn wo andere Schule, Ausbildung/Studium machen, Heiraten, Eigenheim bauen und Familie gründen, dort ihr Leben verbringen, wo man geboren ist, ist es für mich eine schreckliche Vorstellung.

Ein Leben zu führen, was nicht der „Norm“ entspricht, nicht im „Strom“ mitzuschwimmen hört sich schon viel interessanter an :)

Aber Beginnen wir von vorne.

Meine Mutter war als junge Frau drei Jahre in Israel und kam nur wegen einer Berufsausbildung zurück nach Deutschland und blieb dann wegen der Liebe; mein Vater ist Argentinier, der als junger Mann quer durch die Welt reiste bis er in Deutschland auf meine Mutter traf – und blieb.

Als junge Familie dann – meine beiden großen Geschwister waren 3 und 1 ½ – sind wir nach Buenos Aires / Argentinien zur Familie meines Vater. Meine Eltern wollten sehen ob sie sich eine Zukunft in Argentinien oder in Deutschland  aufbauen möchten. Nun, letzten endes entschieden sie sich, ca. 2 Monate vor meiner Geburt, doch dazu nach Deutschland zu gehen. Dort erblickte ich dann also in einer „Weltstadt“ namens Bad Nauheim das Licht der Welt. Somit ist mir aber wohl meine Leidenschaft fürs Reisen, das Fernweh schon in die Wiege gelegt worden.

Im Laufe der nächsten Jahre, während Ich so langsam mein Leben auf dieser Erde begann, hatte Ich noch wenig mit Sprachen, Flugzeugen oder der Weltgeschichte am Hut gehabt.

Dies änderte sich dann als Ich ungefähr 6 Jahre alt war, durch ein Bild in unserem Wohnzimmer.

Es zeigte die Wasserfälle von Iguazú und darunter stand ein Wort was ich damals noch nicht recht entziffern konnte. Als Antwort meiner Mam auf meine Frage was das sei und was dort geschrieben steht kam dann:“ Das ist Argentinien, das Land von wo dein Papa herkommt“. Mit großen Augen schaute Ich meine Mutter an. Argentinien. Was für ein Wort. Wo war das? Kann man da mit dem Fahrrad hinfahren? Dann erklärte mir meine Mam wo das Land liegt und schon war meine Interesse geweckt.

Damit wurde mir auch erstmals bewusst, dass ich keinen deutschen Vater habe und dass ich eine kleine Halbargentinierin war. Voller Stolz und mit einem Honigkuchengrinsen ging in am nächsten Tag in die Schule und habe allen und jedem erzählt das ich eine halbe Argentinierin bin. :)

Meine große Leidenschaft für Sprachen kam dann erstmals durch meinen damaligen Italienischlehrer „Signore Papa“ der mich in der 9. und 10. Klasse sehr geprägt hat was Sprachen angeht. Es war einfach die Art und Weise wie er uns unterrichtet hat. Mit dieser Freude und Leidenschaft für seine Sprache hat er mich angesteckt und legte damit bei mir den Grundbaustein für meine Lernfreude für Sprachen.

Momentan komme ich auf fünf Sprachen – Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Italienisch welche ich sprechen kann. Jedoch habe ich noch min. 6 weitere Sprachen die Ich lernen möchte.

Da es zwischen „möchten“ und „können“ ein großer Unterschied ist, gebe ich alles daran das aus „möchten“ eines Tages ein „können“ wird. Und die beste Art und Weise eine Sprache zu lernen ist in das Land selbst zu reisen. Man saugt die Sprache auf wie ein Schwamm. So bin ich auch zu meinen bisher gelernten Sprachen gekommen.

Ich liebe einfach Sprachen. Ich liebe Reisen. Ich liebe Gott.

Zu reisen, Sprachen zu lernen, mich in fremden Kulturen zu bewegen ist als wenn sich eine Tür zur Welt öffnet und darauf wartet, dass du eintrittst. Es verbindet einen zu den Menschen und deren Geschichten.

Ich moechte meine eigene Meinung bilden koennen, ohne den Einfluss der aus den Nachrichten kommt. Sei es im Fehrnseher, in der Zeitung oder im Internet. Denn leider werden wir viel zu sehr davon gepraegt und uns nur die „eine Seite“ anderer Kulturen oder Laender aufgezeigt. Ich moechte aber auch die „andere Seite“ kennen lernen, die man nicht zeigt, worueber man nicht spricht. Denn es gibt auch andere Laender als die USA oder den Westen Europas. Nur wird leider nie davon viel berichtet.

Diese fremden Kulturen und Laender nicht nur zu sehen oder davon zu hören sondern sie zur eigenen machen – sie zu leben – ist das was mich antreibt.

Und diese Geschichten und diese Welt will ich hier mit euch teilen. Für meine Familie für meine Freunde und für alle die gerne davon lesen.