Backpacking Central America

Puerto Rico

 

Nach meiner 2-monatigen Europareise ging es nach einem kurzen Stop Over bei meiner Schwester auch schon gleich weiter Richtung Mittelamerika. Puerto Rico hieß mein Ziel. Ich hatte den Flug bereits vor Monaten gekauft, als Ich noch in der Schweiz war. Es war ein One Way Ticket, da ich keinen Schimmer hatte von wo Ich nach wo danach reisen würde. Ich wusste nur, dass mein nächste Ziel Zentralamerika war. Da ich diesmal, im Gegensatz zu der Europa Reise, nahezu endlos Zeit hatte, wollte ich auch viel sehen. Am liebsten alle Länder von Mittelamerika! Somit war mein Plan, dass ich erstmal bei den Inseln anfangen würde und dann vom Norden Richtung Süden zu reisen.


 

Als ich dann auch noch einen sehr günstigen Flug nach San Juan in Puerto Rico gefunden habe, musste ich einfach zuschlagen. Da Puerto Rico ein Außengebiet der U.S.A. ist, bestehen die gleichen Einreisebestimmungen, die bei einer Einreise immer ein Rückreise- oder Weiterreiseticket fordern, welches nicht nach Kanada, Mexiko oder den karibischen Inseln sein darf. Somit stellte sich das Problem dar, wohin ich nun mein Weiterreiseticket buchen sollte. Ich musste eins buchen, ob ich wollte oder nicht, sonst hätte ich erst gar nicht einreisen können. Nach Kuba, Jamaika oder Mexiko würde also schonmal flach Fallen da ich auf diese Inseln nicht ausreisen durfte. Und direkt nach Guatemala oder Belize wollte ich nicht unbedingt, das Ich schon etwas mehr sehen wollte. Meine Idee war, ein Weiterreiseticket von Miami, Florida, nach Honduras zu buchen und dann noch ein extra Ticket von Puerto Rico nach Miami. Aber ob dies als Weiterreiseticket akzeptiert werden würde, konnte ich nirgends herausfinden ich habe im Internet gesucht, bei der Airline angerufen, aber keine konnte mir wirklich Informationen darüber geben. Theoretisch müsste es gehen, da Puerto Rico ja zu den U.S.A. gehört, aber praktisch weiß man nie.
Als dann die Stunde der Wahrheit gekommen ist und ich am Schalter am Flughafen von Frankfurt einchecken wollte, hatte ich ein ziemlich unwohles Gefühl ob ich überhaupt fliegen konnte oder nicht. Als ich nun mein Reisepass vorzeigte wurde ich direkt nach einem Rückticket oder Weiterreiseticket gefragt. Mit einer sehr unsicheren Stimme meinte ich nur das mein Weiterreiseticket von Miami nach Honduras gehen würde.. Der Mitarbeiter schaute mich an, sagte aber nichts. Sein Blick wanderte weiter auf den Computer während er irgendetwas vor sich hin murmelte. Mein Puls stieg auf 180 und mein Herzklopfen wurde immer heftiger. Tausend Gedanken gingen mir in diesen Moment durch meinen Kopf. Als der dann auch noch zum Telefon griff und ein sehr langes Gespräch mit seinen Kollegen führte um das überprüfen zu lassen, das er sich selbst unsicher war ob das gehen würde, dachte ich nur Oh bitte, lass ich fliegen! . Die Schlange hinter mir für den Check-Inn wurde immer länger und länger. Mir tat es schon etwas Leid für die anderen Reisenden, aber was sollte ich machen. Dann endlich legte er den Hörer auf, nahm mein Reisepass für den Scann, druckte das Ticket aus und drückte es mir in die Hand mit den Worten: Gute Reise. Mir fiel ein Stein von Herzen. Mit einer großen Erleichterung nahm ich das Ticket und ging zum Terminal. Es konnte also endlich losgehen. Puerto Rico, I am on the way.

Über San Juan
Über San Juan

Nach einem 10 stündigen Flug kam ich am selben Tag gegen Nachmittag in San Juan an. Ich liebe es zu fliegen da man im wörtlichen Sinne durch Raum und Zeit fliegt. Da ich einfach nie wirklich im Flugzeug schlafen kann, meist weil ich einfach zu aufgeregt bin auf das was kommt, kam ich so ziemlich KO am Flughafen von San Juan an. Ich wollte nur noch mein Gepäck abholen und in das Hostel fahren, welches Ich für die ersten Tage gebucht hatte. Also ging ich zur Gepäckausgabe um Rucksack zu holen und wartete und wartete und wartete.. plötzlich stoppte das Laufband. Ich ahnte nichts Gutes. Aber um sicher zu gehen, bin ich nochmals um das Laufband gegangen um zu schauen, ob mein Rucksack irgendwo zwischen den restlichen Gepäckstücken zu finden war. Doch wenige Minuten darauf hatte sich meine Befürchtung bestätigt. Mein Rucksack war nicht da! Mit einer ziemlich miesen Laune bin ich also zum Serviceschalter gegangen und habe das reklamieren lassen. Ich war nicht die einzige, der das Gepäck fehlte. Da ich an diesem Abend nichts mehr viel ausrichten konnte und mir gesagt wurde, man würde sich bei mir wegen des Gepäcks melden, blieb mir also nichts anderes übrig als mit dem nächsten Taxi Richtung San Juan Stadt zu fahren. Als ich endlich im Hostel ankam, ließ ich meine Sachen dort- welches eigentlich nur aus meinem Handgepäck bestand, und ging erstmal eine Runde raus um einen klaren Kopf zu bekommen und mir ein paar Schlafsachen zu kaufen, das Ich nur das dabei hatte was Ich anhatte.

San Juan
San Juan

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, wünschte ich mir, dass alles nur ein böser Traum war. Aber leider war dies nicht der Fall. Da ich nichts von der Fluggesellschaft gehört habe, rief ich selber an. Und das nicht nur einmal. Ich weiß nicht wie oft ich in den darauffolgenden Tagen beim Flughafen und der Fluggesellschaft angerufen habe um irgendwelche Informationen zu bekommen. Und jeden Tag neu wurde ich vertröstet und darum gebeten doch Morgen anzurufen. Aber als Ich dann am nächsten Morgen anrief- wie es mir gesagt wurde- sagte man mir wieder Ich solle doch bitte am nächsten Tag anrufen, dann würde man sich darum kümmern.

Dies sagte man mir jedoch JEDEN EINZELNEN TAG.


Und wenn ich jemanden erreichte der mir eventuell weiterhelfen könnte wusste auch diese Person nicht was mit meinem Rucksack war, bzw. wo er war. Das Schlimmste war aber eigentlich, das sich keiner wirklich darum gekümmert hat. Ich habe nicht einmal von der Fluggesellschaft einen Anruf geschweige denn eine E-Mail erhalten. Das hat mich echt enttäuscht, weil ich diese Fluggesellschaft eigentlich mochte. Mein Rucksack war und blieb also verschwunden.

 

Noch bevor ich nach San Juan geflogen bin, habe ich mich nach einem Host umgeschaut von Couchsurfing wo ich ein paar Nächte bleiben könnte und mit der Person die Stadt unsicher zu machen. Jedoch sah es anfangs nicht sehr gut aus, da die Gruppe von San Juan nicht sehr aktiv war. Ich versuchte dennoch mein Glück und hinterließ in der Gruppe eine Nachricht Nach wenigen Tagen bekam ich eine Antwort von einem puertoricaner namens Carlos mit dem Ich etwas ins Gespräch kam. Bevor ich mich jedoch mit jemanden treffe, geschweige denn couchsurfe, schaue ich mir immer vorher das Profil der Person an um wenigstens einen kleinen Eindruck zu bekommen. Nun bei Carlos stand fast gar nichts über ihn und auch keine Referenzen. Und auf seinen Profilbild von ihm sah er etwas grimmig aus. =) Ich war daher etwas skeptisch und so haben wir uns erstmal auf ein Café verabredet. Er hatte mich von Hostel abgeholt aber gleich im ersten Moment wo wir Ich ihn sah, war ich sehr positiv überrascht. Wir waren wirklich von ersten Moment auf gleicher Wellenlänge und haben uns sehr gut verstanden.
Er war total locker drauf lustig und hilfsbereit.

Im Laufe des Gespräches kam ich auch auf mein Rucksack zu sprechen und das daher meine ersten Tage etwas blöd waren und ich mich irgendwie noch gar nicht wirklich angekommen gefühlt habe.

Er hat mich aufgemuntert und meinte nur das alles Gut werden würde. Da wir uns echt super verstanden hatten, sah ich kein Problem um bei ihm zu couchsurfen.

 

Um Couchsurfing zu machen gehört immer sehr viel Vertrauen dazu. Von beiden Seiten. Sei es der Host, der eine fremde Person zu sich nach Hause einlädt, genauso wie für den Couchsurfer, der bei jemanden fremdes übernachtet. Es ist daher vielleicht nicht für jeden was. Aber dennoch liebe ich es. Die Leute von CS sind meist alle immer sehr locker drauf und haben die gleichen Interessen was das Reisen, Sprachen und fremde Kulturen angeht. Dennoch sollte man nicht allzu blauäugig sein.- Denn auch bei Couchsurfing gibt es immer wieder die schwarzen Schafe die den Sinn von CS nicht verstanden haben und es eher als eine „Flirting Wesite sehen oder eine Seite um umsonst zu schlafen, was es definitiv nicht ist.

Da ich bei Carlos ein sehr gutes Gefühl hatte, und es sich in den darauffolgenden Wochen auch bestätigte, blieb ich bei ihm einige Tage. Bzw. in der Wohnung seiner Tante die für einige Wochen mit Ihren Mann verreist war. Carlos wohnte in der Zeit dort um auf Haus und Hund aufzupassen. Also wir nun zu der bescheidenen Wohnung gefahren sind, dachte ich mich trifft der Schlag!

Man weiß ja nie wirklich was einen erwartet wenn man couchsurft. Und ich hatte echt schon so einiges dabei gehabt von Miniwohnungen zugroßen Traumhäusern, aber noch nie in meinem Leben so etwas wie dort.

Es war nichts anderes als ein PENTHOUSE wo seine Tante wohnte!
Ein Penthouse!!!! Ich war noch nie in meinem Leben zuvor in einem Penthouse, geschweige denn habe drinnen geschlafen!

Irre! Unglaublich! Riesengroß, mit Aussicht aufs Meer, mindestens 3 Bäder und 7 Zimmer, eine sehr große Küche, einer Bar, ein Fitnessraum und und und.

Aussicht vom Penthouse
Aussicht vom Penthouse

Carlos, war dort bereits seit fast einem Monat und war froh auf etwas Gesellschaft, da das Penthouse zum einen riesig groß war und man sich echt drin verlieren konnte, und zum anderen hatte er auch unendlich viel Zeit, da er nicht gearbeitet hat. Er war zuvor bei der U.S. Navy und hatte einen kleinen Unfall gehabt, so dass er nicht mehr arbeiten konnte und nun die Entschädigung dafür bekamt. Sein Alltag bestand eigentlich darin, zu jeglichen Ständen Puerto Ricos zu fahren, schwimmen, Fitnessstudio, und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

 

In der Zeit wo ich bei ihm war, haben wir viel unternommen. Sei es das Ich zum ersten Mal aus einer Kokosnuss getrunken habe, wir zu den schönsten Ständen gefahren sind, die leckersten puertoricanischen Köstlichkeiten probiert haben oder auf einer Full Moon Beach Party gewesen sind.

Da ich ja fast drei Wochen bis zu meinem Flug von Miami nach Honduras Zeit hatte, weil ich mein Inselhopping leider vergessen musste, hatte ich mir einen Volunteersplatz auf der Puerto Ricos Insel Vieques gesucht.

Vieques
Vieques

Ich dachte anfangs das Puerto Rico nur eine Insel ist, aber eigentlich besteht Sie aus 9 Inseln. Der Hauptinsel Puerto Rico und den Nebeninseln Vieques, Culebra, Culebrita, Desecheo, Palomino, Mona, Caja de Muertos und Monito. Vieques ist die größte der Nebeninseln und bietet neben kilometerlangen Sandstränden, frei galoppierenden Wildpferden auch eine Möglichkeit um als Volunteer in einem Hostel zu arbeiten. Einfaches Prinzip, Arbeit für Essen und Bett. Es war ein Hostel direkt am Strand von Esperanza im Süden der Insel, wo ich nun 2–3 Wochen bleiben wollte.

Da der Osten der Insel früher viele Jahre lang militärisches Sperrgebiet der U.S.A. war, wohnt heute der Großteil der Einwohner der von Tourismus lebt, im Westen der Insel. Somit lag auch das Hostel im südwesten der Insel.

Esperanza Beach, Vieques
Esperanza Beach, Vieques

In vielen Fällen hat man bei einem Volunteersplatz im Hostel das Bett und evtl. Frühstück frei, für ca. 25 Stunden / Woche Arbeit. In diesem Hostel war es jedoch sehr viel besser. Es gab zwei Möglichkeiten zu arbeiten. Bei der ersten, hatte man eine Arbeitswoche von 25 Stunden, an denen man 2 Tage komplett frei hatte und jeweils 5 Stunden pro Tag arbeitet. Und bei der zweiten Option, war es eine 28 Std. Woche mit 3,5 Tagen frei, drei Tagen an denen man 8 Stunden arbeitet und einen an den es 4 sind. Zudem hat man bei beiden Optionen jeweils einen 20 Dollar Essgutschein pro Tag bekommen (bei 25 Std./Woche) oder einen 40 Dollar Essgutschein (bei 28/Woche). Darüber hinaus gab es und viele andere Vorzüge. Da ich in den freien Tagen zur Hauptinsel fahren wollte, um mit Carlos die Insel weiter zu entdecken, nahm ich die 2 Option mit den 28 Stunden pro Woche.

Die Arbeit an sich war ziemlich easy. Morgens um 08:00 fing es damit an, die Bar auf Vordermann zu bringen, und die Bäder sauber zu machen. Am Vormittag nach dem Check-Out der Gäste wurden dann noch die Betten neu bezogen und die Zimmer sauber gemacht.

Unser "Zimmer" im Hostel.
Unser „Zimmer“ im Hostel.

Ab 16:00 Uhr hatte ich dann meine freie Zeit. Es war eine gute Möglichkeit dort quasi für lau auf der Insel einige Wochen zu bleiben, da diese nicht gerade günstig ist. Und der Vorteil war dazu, das Ich dort umsonst essen konnte. Denn den 40 Dollar Essensgutschein hätte ich nie ganz aufgebracht da es so viel war. So gab es jeden Tag leckere Salate, Burger, Pizza oder Tacos. An den freien Tagen fuhr ich mit der Fähre rüber zur Hauptinsel um mit Carlos weiter Puerto Ricos Schönheiten zu entdecken.

Er ist mir in dieser Zeit ein so guter Freund geworden!

Carlos und Ich
Carlos und Ich

Wir haben uns extrem gut verstanden. Und waren immer am Lachen. Er hatte mir bevor Ich mich dazu entschlossen hatte nach Vieques zu gehen und auch danach immer wieder angeboten, dass ich gerne auch die restliche Zeit bei ihm bleiben könnte. Nicht als Couchsurfer, sondern als Freund.

 

Nach und nach kam mir dieses Angebot immer reizvoller vor, da ich mir nicht mehr sicher war, ob ich im Hostel bleiben wollte. Das Volunteersangebot war definitiv eines der Besten was Ich jemals gemacht habe, geschweige denn von denen Ich gehört habe. Das steht außer Frage. Jedoch hatte ich mir alles andere irgendwie anders vorgestellt. Was Ich vorher nicht wusste, als Ich nach Vieques kam, war das die Insel, vor allem in Esperanza ziemlich US-amerikanisch geprägt ist. So gut wie alle dort kommen direkt aus den USA oder sind dorthin ausgewandert. Wir waren ungefähr acht Volunteere und ich war die einzige die nicht (!) aus den USA war. Und da ich gerne die Menschen und deren Kultur in den Ländern kennen lernen, war es nicht dort der beste Platz. Und auch wenn Puerto Rico zu den U.S.A: gehört, gibt es trotzdem einen sehr großen Unterschied zwischen den US-Amerikanern und den Puertoricaner. Ich hab mich auch einfach nicht wirklich wohl gefühlt. Bei all meinen Reisen habe ich noch nicht sehr viele aus den USA kennen gelernt, aber bei den meisten habe ich immer wieder bemerkt das es schwer ist eine Beziehung aufzubauen, da sie immer in ihrer Comfort-Zone bleiben. Sie bleiben gerne unter sich und sprechen fast ausschließlich Englisch- egal mit wem. Sicher es ist deren Muttersprache, und Englisch ist die Weltsprache, aber dennoch zeigt es Respekt und Offenheit wenn Sie andere Sprachen lernen würden.

Ein anderer Aspekt war, das es sehr schwierig war von Esperanza zu den anderen Stränden der Insel zu kommen. Da es öffentliche Verkehrsmittel nicht gab. Der einzige Weg war entweder zu Fuß, Pferd mit dem Fahrrad oder per Taxi.

Und per Pferd, kann man dort wirklich wortwörtlich nehmen, da es in Vieques sehr viele Wildpferde gibt, die teils einfach vor einem über die Straße entlang gallopieren oder auf einem Grünstreifen in der Sonne grasen.

Die und andere Gründe haben mich letzten Endes dazu bewegt, dass ich schon früher gegangen bin. Meine Chefin war nicht gerade begeistert davon was ich einerseits auch verstehen kann, da ich eigentlich länger bleiben wollte- auch wenn es vielleicht nur eine Woche war- Aber nachdem Sie mich nicht einmal gefragt hat, warum ich denn gehen will, wusste ich das Ich definitiv die richtige Entscheidung getroffen hatte.

So ging es also wieder zurück auf die schöne Insel von Puerto Rico zu Carlos, der sich schon sehr darauf gefreut hat, das wir den Rest der Zeit noch zusammen verbringen konnten und die Insel weiter erkunden.

Und diese Insel ist einfach ein T R A U M.

Es gibt es so vieles zu entdecken. Neben den kilometerlangen weißen Sandstränden, mit seinen kleinen Buchten und ein Meer aus Palmen…

Puerto Rico

dem dichten Regenwald von „El Yunque

El Yunque
El Yunque

..hin zu der rauen und windigen Küste im Westen der Insel.

Puerto Rico

 

Und ich glaube ich haben in diesen drei Wochen so gut wie alles gesehen in Puerto Rico.

Am vorletzen Tag, bevor Ich geflogen bin, sind wir noch auf eine andere kleine Insel von Puerto Rico gefahren.

Culebra.

Der „Flamenco Beach“ auf Culebra, gilt als einer der Schönsten Strände auf der ganzen Welt.

 

Flamenco Beach, Culebra
Flamenco Beach, Culebra

Nach drei wunderschönen Wochen, einen neu gewonnenen Freund, vielen Eindrücken und noch mehr Sonne, ging meine Reise nun weiter nach Florida.

Ach ja, mein Rucksack

Ich musste insgesamt 9 !!!! TAGE auf mein Rucksack warten, bis er mir endlich rüber geschickt wurde.

Es war nicht das erste Mal das ein Gepäckstück verloren gegangen ist. Das erste Mal war als Ich nach Buenos Aires ausgewandert bin. Meine Reisetasche- die ein Geschenk meiner Mutter war- war bei der Ankunft verschwunden. Weder in Deutschland noch in Argentinien. Ich musste auch dort tagelang auf eine Antwort warten, bis ich nicht von der Airline, sondern von irgendeiner fremden Person über Facebook angeschrieben wurde aus Brasilien mit der Frage ob ich denn ein Gepäckstück vermisse Als ich dann meine Reisetasche wiederbekam, was Sie dermaßen kaputt, das Ich Sie wegschmeißen musste. Nicht nur, dass die ganzen Reißverschlüsse hinüber waren, sondern gab es auch ein riesen großes Loch in der Tasche

Daher ahnte ich nichts Gutes, als ich mein Rucksack in Vieques endlich entgegen nehmen konnte. Und wie nicht anders zu erwarten, war auch dieser kaputt :(

Ich hatte ihn noch nicht allzu lange. Er war ein Geburtstagsgeschenk von meiner Familie gewesen und ihn nun so zu sehen war echt hart.. Was ich allerdings am dreisten fand, war das mein Rucksack an der oberen Tasche aufgemacht wurde, und ein Parfüm, welches Ich geschenkt bekommen habe, bis zum letzten TropfenBackpack aufgebraucht wurde und die LEERE FLASCHE wieder zurück in den Rucksack gesteckt wurde!!! Ich konnte es nicht fassen wir dreist man sein muss um so was zu machen.

Alle Kosten die mir dadurch entstanden sind, bis hin zu meinem kaputten Rucksack wurden mir bis zum heutigen Tag nicht von der Fluggesellschaft erstattet!

Also Leute, passt immer schön auf eure Sachen auf ;)

 

U.S.A. Florida

Mein nächster Stopp hieß Miami, im Sonnenschein-Staat von Florida.

Miami

Es war das erste Mal das Ich in der USA gewesen bin -Flugwechsel nicht mit eingeschlossen. Ein sehr guter Freund von Carlos wohnte dort und hat mich für einige Tage bei ihn aufgenommen. Er selber kommt aus Puerto Rico, ist aber schon vor Jahren nach Miami gezogen. Da die Tage die Ich in Miami verbrachte, jedoch auf die Woche fielen, hatte er sehr wenig Zeit gehabt, da er arbeiten musste. So bin ich alleine losgezogen und habe mir die Stadt angeschaut.

Und diese hat schon etwas an sich.

Miami

Als ich das erste Mal in Miami Downtown war, wurde ich fast erdrückt von all den vielen Wolkenkratzer die einen umringen. Ich fühlte mich wirklich wie im Großstadtjungle.


Aber nicht nur die gewaltigen Wolkenkratzer und Gebäude lassen einen ins Staunen geraten, sondern auch die Mischung aus lateinamerikanischen Flair und dem modernen Lifestyle der High Society machen Miami besonders. Miami ist ein Treffpunkt vieler Menschen aus den USA, Karibik, Kuba und Mittelamerika. So hörte ich teils nur spanisch sprechende Menschen und auch selber in vielen Geschäften waren die Schilder und Plakate auf Spanisch.

Da es bereits Mitte November war, sah man überall Weihnachtsdekoration. Sei es Weihnachtsmänner oder Geschenke, oder kleine Engel sie sich in der Hitze Miami um die Wette sonnten. IMG_20160212_220347

Und obwohl ich schon mehrere Male Weihnachten im Sommer verbracht habe, kann ich mich bis heute nicht daran gewöhnen Weihnachten im Sommer zu feiern. Silvester und meinen Geburtstag sehr gerne, aber Weihnachten muss einfach im Winter sein!
Neben den berühmten Miami Beach

gibt es ein Viertel, welches früher ein Gewerbegebiet war und in den letzten Jahren zu einem sehr trendiges Kunstzentrum geworden ist. Wynwood Art District.


Mehr als 70 Galerien, Museen und Sammlungen haben dort ein neues zu Hause gefunden. Und viele Künstler können dort durch jede Art der Kreativität ihre Kunst und Inspiration zum Ausdruck bringen.

 

Honduras

Vom schönen Miami ging es nun endlich ins Herz von Mittelamerika.

Roatan
Island of Roatan

Und zwar nach Honduras. Es ist das zweitgrößte Land Mittelamerikas und trotz seinen antiken Schätzen aus der Maya Zeit und den dichten Tropenwäldern, wird Honduras immer wieder von vielen Backpacker auf Grund seines schlechten Rufes nicht bereist.
Aber da ich erstens jedes Land der Welt bereisen möchte und zweitens mir meine eigene Meinung machen will, war Honduras mein nächstes Ziel.
Als der Tag nun da war, wo ich nach Honduras fliegen sollte, war ich dennoch etwas nervös aber auch aufgeregt. Einerseits freute ich mich nach Honduras zu reisen da es eines der Länder ist von denen Ich noch fast gar nichts gehört habe, zum anderem aber war mir etwas murmelig zumute, da ich nach San Pedro Sula, einer Großstadt im Norden des Landes fliegen würde.
San Pedro Sula gilt als eine der gefährlichsten Städte der Welt. Ich wurde mir darüber erst bewusst, nachdem ich das Flugticket gekauft habe. Aber da ich eh nicht in der Stadt bleiben wollte, sondern weiter nach La Ceiba, einer Stadt im Osten des Landes, wollte um von dort weiter auf die Insel Roatan zu fahren um dort endlich meinen Tauchschein zu machen.
Dennoch musste ich ja erstmal irgendwie dort hin kommen, ich hatte mich bereits vorher über die Sicherheit der Transportwege erkundigt und vieles darüber gelesen, dass es öfters vorkommt, dass Busse gewaltsam angehalten wurde und mit Waffengewalt die Reisenden ausgeraubt worden sind..

Bei meiner Suche las ich immer wieder von einer Busgesellschaft die sehr sicher sein solle, Headman Alas. Somit habe mir über diese Gesellschaft meine gesamten Reisen für Honduras gekauft. Meine erste Fahrt sollte von San Pedro Sula Flughafen zum Busbahnhof in San Pedro Sula Stadt und von dort weiter nach La Ceiba.
Als ich nun am Flughafen ankam und mein Rucksack abholte- der diesmal wenigstens mit mir ankam, konnte Ich es schon wieder nicht fasen. Er war schon wieder kaputt gegangen, dieses Mal war es eine Seitenlasche. Einmal durchgerissen grrr.
Um wieder etwas bessere Laune zu bekommen und das Lächeln zurück auf mein Gesicht hab ich erstmal was leckeres gegessen, das hilft immer bei mir ;) Und da sind mir auch schon gleich die extrem günstigen Preise aufgefallen. Leckeres Essen für  nur wenige Euros. Und das am Flughafen.

Danach bin ich raus gegangen um zuschauen von wo mein Bus später in die Stadt fahren würde. Als ich draußen war und mich nach der Haltestelle umsah, kamen gleich viele Männer in Uniform auf mich zu und haben mich gefragt wo ich denn hinwill. Nachdem ich gesagt habe das ich in die Stadt muss und daher schaue von wo der Bus fährt, wurde mir nur gesagt, dass der Bus heute nicht in die Stadt fährt und ich daher mit dem Taxi fahren müsste. Ich konnte es nicht glauben. Die Sache ist, ich hatte für das Busticket bereits bezahlt und wollte nicht nochmal extra Geld für ein Taxi ausgeben.

Aber was sollte ich machen, mir blieb nichts anderes übrig um von dort mit dem Taxi zum Busterminal zu fahren und dann die Quittung dem Busunternehmen zu geben, damit die mir das Geld zurück zahlen.

Ich muss im nachhinein sagen, das es ziemlich blöd von mir war, dass Ich auf so ne Masche reingefallen bin. Denn das Schlimmste kam als Ich am Busterminal ankam, das Taxi bezahlte und zum Busunternehmen ging um ihnen die Taxiquittung zu geben  und Sie mich bloß fragend anschauten. Nach kurzen hin und her versicherten Sie mir 100 % das der Bus sehr wohl vom Flughafen zum Busterminal fährt. Ich war fassungslos.
Sprich, all diese Männer- wohl alles Taxifahrer- haben mich ohne ein Auge zu zucken ins Gesicht angelogen nur um jeden Preis etwas Geld zu bekommen. Ich kann Lügen von Natur aus nicht ab, aber wenn man mir dann noch direkt ins Gesicht lügt für 20 doller könnte ich durchdrehen.
Ich war echt sprachlos. Ich konnte es nicht fassen, das dies meine ersten Stunden in Honduras waren.

Als der Bus dann am Nachmittag nach La Ceiba losfuhr, verflog meine miese Laune im Nu, als Ich all dieNaturschönheiten von Honduras sah.

Traumhaft schöne tropische Regenwälder und unberührt Natur zeigen sich von ihrer schönsten Seite.
Von La Ceiba aus würde es dann mit der Fähre weiter auf die Insel Roatan gehen, wo ich meinen Tauchschein machen würde. Der stand nämlich ganz oben auf meiner To-Do Mittelamerikareiseliste.
Die Inseln Roatan und Utila gelten als sehr sicher für Reisende, sind allerdings auch sehr touristisch.
Es gibt auch die Möglichkeit direkt von San Pedro Sula nach Roatan zu fliegen, aber so konnte ich wenigstens noch etwas von dem Land sehen.
Als ich nun abends in La Ceiba ankam, war es schon ziemlich dunkel. Mein Hostel welches Ich für die eine Nacht in La Ceiba gebucht habe, lag nicht allzu weit weg von der Bushaltestelle. Und obwohl La Ceiba nicht sehr gefährlich ist, war mir nicht gerade danach alleine mit dem Rucksack durch eine fremde Stadt bei Dunkelheit zu gehen. Es gab zwar einige Taxis die an der Bushaltestelle gewartet haben, aber nach meiner üblen Erfahrung in San Pedro Sula, war mir nicht unbedingt danach mit dem Taxi zu fahren. Abgesehen davon waren es wirklich nur 15–20 Minuten Fußmarsch.

Aber zu meinem Glück hat der Busfahrer, der wohl in La Ceiba wohnte, mir angeboten, das er mich ein Stück begleitet, obwohl er mir immer wieder versicher hat, das es nicht gefährlich sei alleine zum Hostel zu gehen. Dennoch habe ich dieses Angebot liebend gerne angenommen. Ihm ist noch nie etwas passiert, aber es ist immer noch ein Unterschied, wenn ein Mann alleine durch eine Stadt geht, oder eine Backpackerin alleine mit europäischen Aussehen. Auf halben Weg, kam uns ein Mädchen entgehen, die sich herausstellte von Hostel war und mich abholen wollte. Ich war etwas überrascht, das sie mich abholen wollte, weil ich so etwas noch nie von einem Hostel angeboten bekommen habe. Sie meinte jedoch, das es in Honduras üblich sei Traveller abzuholen die spätabends ankommen, auf Grund der Sicherheit. Sie war echt super nett. Als wir dann im Hostel ankamen, war ich etwas bestürzt, da es jedenfalls von außen so rein gar nicht wie ein Hostel aussah. Als ich dann hereinkam, war es zuerst schon etwas besser. Aber in der  Beschreibung des Hostels im Internet haben Sie es wohl dennoch etwas übertrieben mit den Informationen und Ausstattungen des Hostels. Aber da ich nur eine Nacht dort verbringen würde, war es mir relativ egal. Hauptsache ich hatte ein sicheres Plätzchen zum Schlafen.
Ich hatte ein 4-Bett-Zimmer gebucht und als das Mädchen mir dann mein Zimmer gezeigt hatte, dachte ich nur „what the fu**. Ich war geschockt, sprachlos und konnte mir gerade so ein Lachen verkneifen, als Ich die Betten im Zimmer sah!
Ich war nur zu froh, dass ich die Einzige im Zimmer war. Denn das eigentliche 4-Bett-Zimmer, bestand aus einem Einzelbett und einem riiiiiesigen Doppel- oder besser gesagt Dreifach-Bett!

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Ich habe ja nicht dagegen mit fremden Personen in einem Zimmer zu schlafen, aber in einem Bett???? Hahahah. Unglaublich :D Aber zum Glück musste Ich nicht auf Tuchfühlung gehen ;)
Da meine Fähre nach Roatan am nächsten Tag erst am Abend ging, hatte ich noch Zeit um mir die Stadt oder eher das Städtchen anzuschauen.
Da ich immer mir vorher Informationen und Bilder über die Stadt oder den Ort wo ich hinreise mir heraussuche, habe ich dies auch mit La Ceiba gemacht, und gelesen, das es ein beliebtes Ziel unter Reisenden sein sollte. Ich kann dies jedoch nicht bestätigen. Also überhaupt nicht. Ich war zwar nicht lange dort, aber was Ich gesehen habe gab mir nicht unbedingt einen wow-Effekt. Die Stadt war sehr dreckig und auch der Strand. Ich weiß nicht ob es daran lag das Ich nicht in der Hochsaison dort war- vielleicht ist es dann dort anders.


Ich sah dort auch sehr sehr viel Armut. Viele Menschen die auf der Straße leben, sei es ältere Menschen oder Kleinkinder.

Ehrlich gesagt, war es ein Anblick den Ich nie zuvor gesehen habe. Es war schockierend traurig. Ich hatte mich danach auch lange mit dem Mädel von Hostel unterhalten, die in La Ceiba aufgewachsen ist. Sie hat mir vieles über das Leben in Honduras erzählt, über die Armut, der Korruption der Polizei und Politiker, und über die vielen Schwangerschaften von sehr jungen Mädchen.
Es ist wirklich kein einfaches Leben dort in Honduras. Und da denke ich immer wieder, wie froh und glücklich ich bin, das Ich in so einem Land wie Deutschland aufgewachsen bin. Für mich persönlich ist es aber sehr wichtig das Ich auch das andere Leben kennen lerne, es mit meinen eigenen Augen sehe und nicht in einer Seifenblase bleibe, sondern das sich mir die Welt und die Menschen von allen Seiten zeigt. Deshalb reise Ich.

 

Am Abend ging es dann mit der Fähre weiter nach Roatan.

 

Es gibt einen Film- The Bucket List (Das Beste kommt zum Schluss) in denen zwei todkranke Männer eine Liste mit den Sachen aufschreiben, die Sie noch machen möchten bevor Sie sterben. Ich liebe diesen Film!

Und durch diesen Film inspiriert, habe ich mir auch eine Bucket-List gemacht auf denen 100 Sachen stehen die Ich unbedingt in meinem Leben machen will. Es sind 100 da ich mal davon ausgehe das Ich noch lange leben werde ;) Hoffentlich mindestens bis 100 Jahre. Jedenfalls steht auf dieser Liste: Tauchschein machen.

Das erste Mal in meinem Leben war ich tauchen, als Ich in Cozumel einer Insel von Mexiko war. Es ist etwas völlig anderes als nur zu Schnorcheln. Man taucht im wahrsten Sinne des Wortes in eine andere Welt ein. Umgeben von bunten Fischen, Pflanzen und der unheimlichen Weite des Ozeans. Es istein einmaliges Gefühl, wenn man das erste Mal Unterwasser atmen während man immer weiter in die Tiefe gleitet. Ich liebe es. Nach meinem Discovery Scuba Diving in Mexiko habe ich mir immer wieder gesagt: eines Tages mache ich meinen Tauchschein. Daher stand er auf meiner Bucket List.
Und endlich war es soweit. In Roatan zahlt man im Vergleich relativ wenig für einen Tauchschein für gleich gute Qualität. Ich habe um die 270 dollar + 35 Dollar Unterrichtsmaterial bezahlt. Auf Cozumel währen es mindestens 350 Dollar. Zudem hatte ich, – wohl weil es Nebensaison war- Einzelunterricht bekommen, da ich die einzige Anfängerin war.

Coconut Tree Divers

 

Auf dem Weg zu meiner "Hütte"
Auf dem Weg zu meiner „Hütte“

Da die Tauchschule Coconut Tree Divers zusammen mit dem gleichnamigen Hotel zusammenarbeitete, gab es das Angebot direkt dort für gerade mal 5 Dollar die Nacht zu bleiben.

Dies habe ich sofort angenommen, da ich ansonsten jeden Tag von einem Hostel, welches etwas weiter weg war, immer zur Tauchschule pendeln müsste.

Nur war mir noch nicht ganz bewusst darüber, dass ich dort keinerlei Möglichkeit hatte zu kochen. Oder jegliches in der Art. Da Roatan sehr touristisch ist, war es auch teuer. Und da ich nicht jeden Tag für 15 Dollar essen gehen wollte, war meine Ernährung in dieser Woche seeeehr unter dem Strich. Morgens angefangen mit einem leckeren Café den es in der Tauschschule umsonst gab, mit ein paar Keksen, ging es im Laufe des Tages entweder mit Keksen, Chips, Jogurts oder sonstiges weiter. Ich hatte wirklich keine Möglichkeit etwas Kalt zu stellen, geschweige denn heißes Wasser zu bekommen. Aber das es nur für einige Tage war, habe ich es überlebt, freute mich aber umso mehr wieder auf ein richtiges Essen.
Der Tauchkurs bestand aus vier Abläufen.West End, Roatan
Der erste Teil war viiiiel Theorie- dort war alles auf Englisch- in der mir die Kenntnisse und Handhabung der Ausrüstung erklärt wurde. Im zweiten Teil wurden mir alle Übungen im flachen Wasser demonstriert und erklärt.
Im dritten und wohl spannendsten Teil ging es dann raus auf das offene Meer. Es gab zwei Open-Water- Dives in denen Ich dann nochmal alle Übungen des ersten Tauchgangs wiederholen musste.
Im vierten und letzten Teil kam die Prüfung.
Es war schon ein Wahnsinnsgefühl als Ich das erste Mal auf meine Höchsttiefe von 18 m tauchte. Da bei mir das equalizing immer schwer fällt (das ist der Druckausgleich) und ich beim ersten Mal in Mexiko echt Probleme danach hatte (Ich hatte extrem komisch gehört), war ich anfangs etwas vorsichtig und zurückhaltend, was sich jedoch immer mehr legte, als wir immer tiefer absanken in eine Welt voller Leben. Fische, Pflanzen, Korallenriffe wo das Auge nur hinsah. Denn Roatan ist vollständig von Riffen umgeben. Das Belize Barrier Reef, ist das zweitgrößte Korallenriff der Welt und erstreckt sich von der Halbinsel Yucatan vorbei an Belize bis hin zu der honduranischen Nordküste. Es war traumhaft schön.
Da ich dort leider keine Fotos Unterwasser machen konnte, hab ich Bilder von meinem Discovery Scuba Diving in Cozumel für euch hier verlinkt. –


Von Roatan ging es weiter in die letzte Stadt von Honduras, nach Copán zu den Maya-Stätten. (Die standen übrigens auch auf meiner Bucket List). Dieses Mal flog ich jedoch die Strecke von Roatan nach San Pedro Sula um von dort aus mit dem Bus weiter nach Copán zu fahren. Ich fuhr mit dem Taxi von der Tauchschule zum Flughafen und als sich herausstellte das der Taxifahrer aus Argentinien war, kamen wir gleich super ins Gespräch. So sehr, dass er als Ich zahlen wollte, mir nur sagte, das geht schon in Ordnung und ich müsse nichts zahlen, da wir beide ja Argentinier seien :). Als ich nun am Flughafen eincheckte, hatte ich noch mindestens eine Stunde Zeit gehabt bevor es losging. Als aber dann der Aufruf für die nächste Maschine nach San Pedro Sula kam und alle im Wartesaal zum Flugzeug gingen, kam ein Mitarbeiter auf mich zu und fragte mich ob ich nach San Pedro Sula fliegen würde. Als ich das bejahrte, meinte er das die Maschine bereitsteht.

Ohne viel nachzudenken ging ich 12299207_1650769601857556_5080842417149033508_nzum Flugzeug, oder besser gesagt Propellermaschine. Es war wohl die Kleinste ist mit der Ich jemals in meinem Leben geflogen bin.

 

Im Fliegerchen
Im Fliegerchen

 

 

Als wir dann schon etwas in der Luft waren, sah ich nochmal auf die Uhr und mir stockte der Atem als Ich sah, das es 07:40 Uhr morgens war. Mein Flug aber eigentlich erst um 08:00 losfliegen würde!

Also entweder die Maschine kam sehr früh an, oder was Ich eher glaube, ich saß einfach in der falschen Maschine! Da sie beim Einsteigen nicht nochmal die Tickets überprüfen, ist das wohl nicht aufgefallen.

 

Haha. Oh ja. So etwas erlebt man wohl wirklich nur beim Reisen. Jedenfalls kam ich trotz der falschen Maschine am richtigen Ort in San Pedro Sula an.
So nun war ich also wieder am Flughafen. Selbe Geschichte nur 5 Tage später. Mit dem Bus nach San Pedro Sula Stadt und von dort aus weiter nach Copán. Nur das Ich dieses Mal nicht auf die ********* Taxifahrer hereinfallen würde die einen sonst was erzählen würden, damit man mit dem Taxi fährt.

Ich muss allerdings zugeben, das ich mir die ganzen Tage zuvor immer wieder ausgemalt habe wie ich, wenn ich dann wieder am Flughafen wäre, mir die Männer vorknöpfen würde und denen erstmal eine riesen Standpauke halte über ihr hinterlistiges, gerissenes, verlogenes und abzockerisches Verhalten. Ich war echt wütend. Aber bevor es mir wieder meine ganze Laune nieder machen würde, habe ich es gelassen und habe stattdessen das Office von Headman Alas gesucht und wartete dort auf den Bus.

Copán

Copán, Honduras
Copán, Honduras

Im Westen, nahe der Grenze zu Guatemala befinden sich im verborgenen die weltberühmten Maya Ruinen von Copán. Sie gelten zu den besterhaltensten Ruinen und zählen zum UNESCO Welterbe. Aber auch die Stadt selber Copán ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Copán war eines der bedeutendsten Stadtstaaten der Mayas in der bis zu 20.000 Menschen lebten.


Ich verbrachte 4 Tage dort und habe es in allen Zügen genossen. Man kann sich dort absolut sicher fühlen. Die Einwohner sind sehr nett und helfen gerne. Copán ist zwar vor allem wegen seinen Maya Stätten ein beliebtes Reiseziel aber dennoch kommt einen die Stadt nicht total touristisch vor, wie es zum Beispiel auf Roatan war.

 

Maya Ruinen Copán
Maya Ruinen Copán

Die Maya Stätten liegen nur einige Kilometer außerhalb der Stadt zu denen man zu Fuß laufen kann. Der Eintritt war um die 12 doller. Es war wie eine Reise durch die Zeit als sich nach einem kurzen Fußmarsch plötzlich die großen Tempelanlagen und Maya-Pyramiden aus der bewaldeten Gebirgslandschaft vor mir herausragten. Seit mehr als tausenden von Jahren stehen Sie dort und strahlen eine geheimnisvolle Stille aus.

Es war eine sehr schöne Zeit in Honduras, dennoch muss ich sagen das Ich mich dort von allen Ländern die Ich jemals bereist habe, am unsichersten auf den Reisestrecken gefühlt habe. In den Städten selber nicht. Daher würde ich empfehlen dort lieber zu 2. zu reisen anstatt alleine. Ich werde es auf jeden Fall machen, da ich in dieser aufregender Zeit, voller neuer Eindrücke, guten und schlechten Erfahrungen mit Sicherheit sagen kann, dass ich nicht das letzte Mal dort gewesen bin.

 

Guatemala

Guatemala
La Antigua

Meine Reise ging weiter in den Norden über die Grenze nach Guatemala. Da mein Flug schon innerhalb der nächsten Woche von Cancun, Mexiko nach Europa ging, war meine Zeit in Guatemala begrenzt.

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen viel mehr Zeit in Mittelamerika zu verbringen und noch all die anderen Länder zu bereisen. Die Zeit und das Geld dafür hatte ich. Aber was Ich nicht hatte was das richtige Gefühl dafür das es der richtige Zeitpunkt war. Da es für mich in meinem Leben sehr wichtig ist, das zu machen was mir mein Herz sagt und das zu tun was mich glücklich macht, habe ich in den letzten Wochen meiner Reise immer mehr gemerkt das diese Mittel- und eigentlich auch Lateinamerika Reise nicht das Richtige für mich in dieser Zeit war. Es ist schwer zu beschreiben aber ich wusste einfach das Ich diese Reise an einem anderen Zeitpunkt fortsetzen musste.

Daher hatte ich mir ein Flugticket für Europa gekauft um über den Winter über nach Italien zu gehen. Da ich schon seit längeren mit dem Gedanken gespielt habe wieder für einige Monate nach Italien zu gehen- vor allem wegen der Sprache- wurde mir der Gedanke nach meinem Besuch in Rom auf meiner Europareise immer schmackhafter. Und ich wusste, das dies das Richtige für mich war.
Da ich einen Flug von der Hauptstadt Guatemalas nach Mexiko gebucht habe, und Guatemala Ciudad auf Grund ihrer hohen Kriminalitätsrate ausließ, verbrachte ich einige wundervolle Tage in La Antigua.

Antigua
Antigua

Sie liegt im Hochland Guatemalas und war früher koloniale Hauptstadt von ganz Zentralamerikas. Antigua ist bekannt für ihre Kolonialarchitektur, ihre bunten Häuser welche das Straßenbild zieren und ihre kleinen Cafés an jeder Ecke.

Antigua
Aber was einem gleich auffällt wenn man in Antigua ankommt, ist ein atemberaubendes Panorama auf die Vulkane Acatenango, Agua und den noch aktiven Vulkan Fuego welche die Stadt umgeben.
Und ich muss sagen, das Ich dort das mit Abstand schönste McDonalds überhaupt in meinem Leben gesehen habe! Es glich eher wie ein Restaurant mit Innenhof und Springbrunnen! Ich bin nun wirklich keine McDonalds Gängerin, aber als Ich das sah musste ich es mir einfach genauer anschaue.

Aber in Guatemala bekommt man die Armut der Menschen sehr zu spüren. Ich erinnere mich noch genau daran, als mich ein kleines Mädchen um die sieben Jahre auf der Straße ansprach und um etwas Geld bettelte. Ich kam mir ihr etwas ins Gespräch und fragte Sie aus reiner Neugier, wie viele Geschwister sie denn hätte, sie meinte 7! Als ich ihr dann ein Groschen in die Hand drückte, bedankte sie sich, drehte sich schnell um und lief in einen Laden wo wohl ihre Freundin auf sie wartete und zeigte ihr den Groschen. Sie war so klein, und so süß und Sie tat mir echt leid das Sie betteln musste. Kein Kind auf der ganzen Welt sollte um betteln müssen.. Ich habe auch schon sehr oft erlebt, das viele Kinder die betteln meist ein besseres Englisch haben als manch andere, da Sie mit den meist englisch sprechenden Touristen reden und Sie um Geld bitten.

 

Nach einigen Tagen die Ich in Antigua verbrachte ging es wieder in die Hauptstadt um von dort aus mit dem Flugzeug zu mein vorerst letztes Land zu reisen.

 

Mexiko.

Mexiko
Playa del Carmen, Mexiko

Noch bevor ich nach Mexiko geflogen bin, habe ich am Flughafen von Guatemala Ciudad einen Matt, ein Australier kennen gelernt, der sich herausstellte, auch nach Cancun fliegen wollte. Er war auf einer Hochzeit gewesen und wollte nun noch ein wenig herumzureisen bevor er wieder zurück nach Melbourne fliegt.
Als wir beide nun in Cancun Flughafen ankamen, schauten wir uns nach den Bussen um die uns nach Cancun Stadt bringen sollten. Und dort, war genau das gleiche wie schon in San Pedro Sula. Kaum waren wir draußen, kamen schon einige Männer auf uns zu und wollten uns am liebsten gleich im Taxi mitnehmen. Da wir aber mit dem Bus fahren wollten, fingen Sie uns an zu erzählen, das der nächste Bus erst in 50 Minuten fahren würde, ein andere erzähle uns der Bus würde erst in 2 Stunden fahren, wiederum ein andere, er würde gar nicht fahren.
Ich konnte nur darüber lachen. Denn dann endlich die Busstation gefunden haben, kauften wir uns das Ticket für den Bus, der in den nächsten 10 Minuten abfahren würde
Als wir beiden in Cancun ankamen, haben wir uns für den Abend verabredet um etwas essen zu gehen. Da Ich schon einmal in Cancun war und mir diese Stadt auch beim zweiten Besuch nicht zugesagt hat, blieb ich dort nur eine Nacht.
Als ich mich mit Matt wieder am Abend getroffen habe, kam er mit Alejandro, einem Mexikaner an, den er auf der Straße aufgegabelt hat. Also eigentlich wäre er so ziemlich verloren gegangen, wenn ihm Alejandro nicht geholten hätte sein Hostel zu finden ;). Wir sind dann zusammen auf Empfehlung von Ale zu einem Platz gegangen, welcher ganz in der Nähe meines Hostels lag, um dort was zu essen.
Und da ich das mexikanische Essen liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe war es wie ein Traum für mich als wir dort ankamen, Mexikoda es weder von Touristen überlaufen war noch sehr voll. Es lag Salsa Musik in der Luft und der leckere Geruch von Taccos, Enchilladas und Buttitos. An einem anderen Stand wurde Horchata verkauft, an welches ich bis zu diesen Zeitpunkt nicht mehr gedacht hatte. Das erste Mal habe ich Horchata auch in Playa del Carmen in Mexiko vor einigen Jahren getrunken und war so begeistert davon. Es ist ein Reis-Zimtgetränk und einfach zu köstlich.

Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege. Matt fuhr weiter zu einer Maya Stätte, während ich nach Playa del Carmen fuhr. Sie liegt weiter im Süden von Cancun und ist extrem touristisch. Und trotz allem mag ich Sie irgendwie.

Mein letzter Ort auf meiner Reise war Tulum. Bei meiner ersten Mexiko Reise hatte ich leider nicht mehr die Zeit gehabt um dort hin zu reisen, daher stand Sie auf jeden Fall auf meiner Liste. Tulum selber ist nicht wirklich sehenswert. Es ist ein eher kleinerer Ort und einigen Geschäften und Cafés.

Was mehr interessant ist und auch der Grund warum viele Leute nach Tulum kommen, sind die vielen Cenoten die rund um Tulum liegen, wie auch die Maya Stätte von Tulum.
Eine der bekanntesten Cenoten sind Dos Ojos, und Gran Cenote. Und da es schon immer mal ein Traum von mir war in einer Cenote zu tauchen wollte ich dies dort gleich machen, da Ich ja jetzt meinen Tauchschein hatte. Jedoch wurde mir empfohlen als advanced diver (also Fortgeschrittener Taucher- bei den man bis zu einer Tiefe von 30 m tauchen darf ) in einer Cenote zu tauchen, da man so einen völlig anderes Erlebnis bekommt als wenn man nur an der Oberfläche taucht.

Daher entschied ich mich wehmütig dies ein anderes Mal zu machen mit einem advanced Tauchschein und habe mir mit einem Nepali den Ich in Tulum kennen gelernt habe stattdessen die Stätten der Mayas in Tulum angeschaut.

Maya Ruinen von Tulúm
Maya Ruinen von Tulúm

Sie liegen direkt am Strand des karibischen Meeres und ist auf Grund ihrer Bauzeit sehr bekannt, da sie erst lange nach der klassischen Mayakultur erbaut wurde. Danach sind wir noch zum Strand gegangen wo Ich mich meinen letzten Tag langsam ausklingen liess.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Cancun von wo ich auch dann wieder nach Europa geflogen bin.

Aber trotz das Ich meine Mittelamerikareise viel früher beendet habe als erst gedacht, weiss Ich genau das Ich schon bald wieder da sein werde.

Mexiko
Goodbye Central America!

Es gibt noch so vieles zu entdecken!

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