Backpacking in Europa

Eine Reise durch den wohl abwechslungsreichsten Kontinent der Welt. Zwei Monate lang mit dem Rucksack die verschiedensten Kulturen und Städte zu entdecken und die unterschiedlichsten Sprachen zu hören.

In wohl keinen anderen Kontinent der Welt, leben auf einer relativ kleinen Fläche so viele Menschen wie in Europa. Bei einer Reise durch den „alten Kontinent“ stößt man wohl auf die unterschiedlichsten Völker, Kulturen und Landschaften. Ein Kontinent voller Kunst und Geschichte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Es gibt viele Gründe um durch Europa zu reisen. Und da Ich endlich die Möglichkeit dazu hatte einige Zeit lang nur reisen zu können, stand bei mir auf oberster Liste eine Reise durch Europa. Ich wollte einfach meinen eigenen Kontinent etwas besser kennen lernen. Dabei war mir jedoch wichtig auch Länder zu bereisen, die eher abseits des Tourismus stehen und wo Ich bisher noch nicht gewesen bin. Am Anfang standen ca. 12 Länder auf meiner Liste. Per Flugzeug, Zug, Bus und Schiff sollte nun meine 2-monatige Reise durch Europa gehen.

 

Italien

Mein erstes Land hieß Italien. Zwar war ich schon mehrere Male in Italien, aber noch nie in der „Ewigen Stadt“ Rom. Rom
Per Flugzeug ging es nach nur wenigen Stunden Schlaf, aber mit sehr viel Vorfreude von Zürich nach Rom wo Ich einige Tage blieb.

Eine wundervolle Stadt. Und zu Recht hat Sie den Namen der „ewigen Stadt“ verdient, denn wo man auch hinschaut treffen, in der seit 3000 Jahren bewohnten Stadt, die Antike und Moderne aufeinander. So findet man auch noch heute viele Ausgrabungen des „altes Rom“ welche sich bis zu 18 m Tiefe unter dem „heutigen Rom“ befinden.

Rom
Rom

Einst das Zentrum des mächtigen römischen Reiches, ist es heute die Hauptstadt Italiens und nach wie vor ein Anziehungspunkt für viele der bedeutendsten Künstler der Weltgeschichte.

Für die erste Nacht, habe Ich mir ein Hostel Zimmer gemietet und mich mit jemanden von Couchsurfing getroffen, mit dem Ich Rom zu Fuß erkundigt habe. Man darf die Stadt aber nicht unterschätzen, wir haben zwar einiges gesehen, waren aber auch ganze 5 Stunden unterwegs. In Rom gibt es einfach unglaublich viel zu entdecken. Egal ob man Interesse an Kunst, Kultur oder Kirche hat, sollte man sich vorher gut überlegen was man gerne sehen möchte.

Für die zweite Nacht habe Ich ein Platz bei Giorgio, einen netten CS´er gefunden, mit dem Ich bestimmt auch 4 bis 5 Stunden durch die Stadt gelaufen bin und mir so aber ein Bild von Rom bei Tag machen konnte. Und wirklich, überall wo man hinschaute, sah man alte Ruinen und Kirchen . Es gibt um die 250 Kirchen in Rom.
Jetzt beherrscht zwar Caesar nicht mehr das Reich, sondern wohl eher die Touristen.. Und das überall wo man hin schaut! Es war einfach too much. Rom an sich ist wirklich schön und es lohnt sich alle mal die Stadt zu besuchen aber alleine dieser Touristenwahn der dort herrscht würde mich abschrecken dort zu wohnen. Dann doch lieber eine kleinere verschlafenen Stadt ohne den Touristenrummel ;)

Giorgio, der CS´er und Ich haben natürlich auch Eis gegessen. Und es war einfach nur der pure Wahnsinn… wie flüssige Schokolade zerfloss das Eis in meinem Mund ! mjam..

Obwohl Ich muss ja echt zugeben, dass das Eis, welches Ich in Buenos Aires gegessen habe, mindestens genau so gut schmeckt wie in Italien… aber das kommt eventuell durch die vielen Italiener die in Buenos Aires leben.

An meinem letzten Abend in Rom haben wir bei Giorgio, typisch Italienisch, Pasta gegessen. Einfach nur lecker.

 

Weiter ging es dann in die Toskana und zwar nach Pisa. Wo Ich für zwei Tage blieb.

Pisa

Das Highlight ist natürlich der Schiefe Turm von Pisa, aber von dem abgesehen hat mich die Stadt nicht besonders gereizt.

Mein Entschluss nach Pisa zu gehen, kam auch eher nur weil mein Flug von dort aus ging.

Frankreich

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Paris.

Die Stadt der Liebe♥.

Aussicht vom Eifelturm
Aussicht vom Eifelturm

Ich hatte einen sehr angenehmen Flug gehabt, obwohl ein kleiner Schock dennoch kam als der Pilot auf den Weg nach Paris die Durchsage gab, dass es in Paris sehr regnet und um die 14 Grad sei. Brrr. Gerade aus dem schönen, sonnigen und vor allem heißem Italien raus und ins kühle und regnerische Paris rein.

Da mein Flug erst sehr spät Abend nach Paris ging, war ich mir etwas unsicher wo ich die Nacht bleiben würde, da Ich mir auch nicht ganz sicher war, ob die Busse oder Bahnen um diese Uhrzeit noch fahren würden damit ich nach Paris Stadt kommen kann.

Für ein Schlafplatz war zum Glück aber gesorgt für die Nacht. Ich musste nur schauen wie ich in die Stadt kommen könnte. Daher habe ich vorher schon am Flughafen von Pisa einfach ein junges Paar angequatscht und Sie gefragt ob Sie aus Paris seien und eventuell wüssten wie die Öffentlichkeit Verkehrsmittel fahren und vor allem bis wann. Weil bei aller liebe, alleine als Frau mit dem Rucksack mit der U-Bahn Nachts in einer fremden Großstadt zu irren tue ich mir echt nicht an. Da wäre ich dann doch eher am Flughafen geblieben.
Aber die beiden, Roman und Geraldine, waren super nett und als es sich herausgestellt hat, das wir in fast die gleiche Richtung müssen, haben wir uns zu 3. ein Taxi geteilt.
Also eigentlich geteilt, denn als wir bei meiner Adresse ankamen und ich zahlen wollte, meinten Sie nur: „it’s okay. Wellcome to Paris!“.

Die Tage die Ich in Paris verbracht habe, vergingen wie im Fluge. Da ich in Paris aber eigentlich nur auf der Durchreise war und es echt ein ziemlich teurer Fleckchen ist, habe ich mir nicht alles angeschaut, denn auch dort, wie in Rom, gibt es sehr viel zu sehen. Somit ging es zur Bastille, Notre Dame und vor allem dem Eiffelturm! Für gerade mal 5€ Eintritt, wenn man die Treppen geht, bekommt man eine unglaubliche Aussicht über Paris. -einfach spektakulär!

Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Zug weiter Richtung Küste um mit der Fähre nach Südengland zu fahren. Eigentlich wollte ich von Roscoff direkt nach Plymouth. Da die Tickets aber fast ausverkauft waren und die restlichen sehr teuer waren, ging es nach Caen. Einen anderen kleinen Ort von dem Ich nach England rüber fahren konnte.
Da es dort aber weder ein Hostel noch eine sehr aktive Couchsurfing Gruppe gab, habe ich meine erste Nacht im Zelt verbracht.

Caen

Da die Fähre nicht direkt von Caen ging, sondern von Ouistreham , bin ich die Strecke (ca.15 km) gewandert. Mit dem Rucksack auf dem Rücken bei leichter Dämmerung ging es am Abend also Richtung Küste. Aber als es immer dunkler wurde hab ich dann irgendwo auf einer kleinen Wiese mein Zelt aufgebaut und bin dort geblieben.
Im Nachhinein nicht die beste Idee von mir gewesen, da ich eigentlich vorhatte die Bewohner in der Gegend zu fragen ob ich in dessen Garten mein Zelt aufschlagen darf. 1. Sicherer und 2. Ist das Wildzelten in Frankreich nicht so ganz legal.
Als sich aber die Häuser immer weiter und weitet entfernten und es immer dunkler wurde, blieb ich an der Wiese stehen. Ja. Schlecht durchdacht würde ich mal sagen. Denn genau hinter der Wiese war eine Schnellstraße. Und natürlich war dort alles Vertreten: Autos, Motorräder, LKWs, Polizeisirene.
Als ich mich endlich schlafen legte, wälzte ich mich mindestens 2,5 Std. von der einen zur anderen Seite. Und ganz ernsthaft, wirklich geschlafen hab ich nicht.
Vor allem weil nach einigen Stunden auf einmal Lichter aufblinkten. Ich dachte schon es sei mein Licht gewesen, aber nein. Es war fremdes Licht, welches genau auf mein Zelt leuchtete. Und dann waren da Schritte und Stimmen. Mehrere Stimmen. Mein erster Gedanke war: Oh shit, jetzt kommt doch noch die Polizei mit einem Strafzettel“.
Aber zum Glück entpuppten Sie sich als ein paar junge Leute die auch nach kurzer Zeit wieder weg waren.

Am nächsten Morgen bin ich dann den Rest des Weges gegangen bis ich endlich in Ouistreham ankam. Leider hatte ich gar nicht daran gedacht, dass es ja Sonntag ist und die Supermärkte zu haben. Aber ich hatte Glück und fand einen kleinen Laden wo ich mir mein Frühstück kaufen konnte mit dem direkt zum Strand ging, wo ich mein vorerst letztes französisches Frühstück aß.

 

Caen
Und dies war ein wirklich laaaanger Tag, da meine Fähre erst um 23:00 Uhr ging. Und davon abgesehen merke ich das mich meine Beine wohl so langsam noch töten werden, wenn der Rucksack nicht langsam etwas leichter wird!
Angefangen bei ca. 18Kg war er nun um die 16 kg schwer. Immer noch etwas zu viel. Aber mit der Zeit würde er zum Glück leichter. Aber wenn ich jetzt so bedenke was ich da eigentlich alles mit eingepackt habe.. -.- vieles hätte ich wirklich da lassen können, aber nun gut, hinterher ist man immer schlauer. Aber die 2 Monate in Europa waren eine gute Bewährungsprobe für meine Reise nach Zentralamerika im Oktober.

11/09/2015

England

Vor 12 Tagen erreichte ich früh morgens die Südküste England. Portsmouth.

Ich war sehr froh, dass ich auf der Fähre eine heiße Dusche nehmen und etwas schlafen konnte. Denn da ich nur die Überfahrt ohne Kabine o. ä. gebucht habe, sah ich mich schon wie ich die Nacht auf einem ungemütlichen Stuhl oder einer Bank irgendwo auf der Fähre verbringen würde. Aber ein Glück kam es anders. Da ich so gut wie nie mit einer Fähre fahre wusste ich nicht genau was auf mich zukommen würde. Ich kann nur soviel sagen, ich hab es geliebt. Nicht nur das ich dort eine schöne heiße Dusche nehmen konnte, sondern auch schlafen und das überall wo ich Platz fand auf dem Boden. Es war alles mit Teppich ausgelegt und so lagen in jeder Ecke, in den Gängen und sonst wo Leute mit oder ohne Isomatte. Selbst Kinder lagen neben Ihren Papa gemütlich auf dem Boden und schliefen in aller Ruhe.

Küste Südenglands
Küste Südenglands

Als ich morgens gegen 06:45 Uhr dann in Portsmouth ankam, saß ich nochmals fast 6 Stunden am Terminal und überlegte mir wohin ich als nächstes gehen würde.
Mein Ziel war es die Südwestküste Englands zu bereisen. Und somit entschied ich mich für einen National Trail.

Den Southwest Coast Path. Es ist Englands längster ausgeschilderter Trail und verläuft mit seinen über 1000 km Länge entlang der Südwestküste. Da ich diese Strecke niemals in einer Woche schaffen würde- das war die Zeit die ich mir für England genommen habe- entschied Ich mich den Trail eine Woche zu wandern oder bis Ich einfach keine Lust mehr hätte.
Start- bzw. Endpunkt ist Poole. SüdenglandDaher fuhr ich mit dem nächsten Bus direkt dort hin.
Dort angekommen kaufte ich mir noch fix ein Campingkocher, damit ich auch auf alles vorbereitet war. Mit dem Bus und der Fähre ging es dann zu den Sandbanks wo ich gegen 18:00 Uhr ankam und es auch schon direkt los ging mit dem Trail. Da der gesamte Weg markiert war, ging ich einfach drauf los ohne einen richtigen Plan zu haben wo ich genau entlang wandern musste.
Die ersten Stunden sah ich wohl so ziemlich verloren aus, vergeblich suchte ich nach wenigstens einer Markierung die mir sagen würde, ich sei auf dem richtigen Weg. No way. Ich sah tausende Schilder und Markierung aber keine davon die Ich brauchte.
Nach einigen weiteren Stunden kam ich an einem kleinen Strand mit Holzhütten vorbei wo einige Leute ihr Zelt aufgeschlagen hatten. Ich fragte Sie ob sie wüssten ob ich auf dem richtigen Weg sei, jedoch hatten Sie keine Ahnung wovon ich sprach. Somit setzte ich mein Weg fort bis ich endlich auf einem kleinen Stein Southwest Coast Path lesen konnte. Große Erleichterung kam in mir auf. So falsch war ich also gar nicht.
Da es schon anfing zu dämmern suchte ich mir einen Platz um mein Zelt aufzuschlagen, den Ich auf einer Wiese hinter einer kleinen Ortschaft dann auch fand.
Nun war es also meine zweite Nacht im Zelt. Diesmal hatte ich aber zum Glück keine Schnellstraße im Hintergrund, sondern war umzingelt von kleinen Hoppelhäschen und dem Rauschen des Meeres aus der Ferne.
Aber dennoch war wieder diese große Dunkelheit um mich herum. Im Tageslicht hätte sich wohl jeder für den Platz entschieden um dort zu campen. Aber nachts ist es dann doch nochmal was anders. Und nach dem ich wieder Stundenlang wach und nicht schlafen konnte hab ich einfach gemerkt, dass alleine draußen in der Wildnis zu campen, für mich nichts ist.
Mit mindestens einer anderen Person, oder alleine auf einem Campingplatz ist kein Problem. Aber so ganz alleine ist dann doch nichts für mich. Aber gut, somit mache ich meine Erfahrungen. Am nächsten Morgen ging es gleich schon weiter und mein Rucksack schien sich in der Nacht gewichtsmäßig verdoppelt zu haben! Oder es lag einfach nur daran, dass es fast nur noch bergauf ging.

Der Weg an sich war sehr schön, es ging am Strand entlang, über Klippen und Hügel. Als ich es endlich geschafft habe diesen Hügel zu besteigen sah ich ins Tal hinunter in der sich eine kleine Stadt befand. Swanage.

Eine kleine Stadt, die wohl mehr von Touristen überflutet war als von Bewohnern. Kaum angekommen ging ich auch schon direkt in die Touristen Information um nach einer Karte für den Trail nachzufragen. Zu meinem Pech hatte Sie weder eine Karte noch eine gute Nachricht für mich. Ein großer Teil der Strecke war über die Sommermonate gesperrt, so dass ich einen großen Umweg gehen müsste oder halt die Strecke mit dem Bus fahren.
Als ich noch am überlegen war, was ich machen werde und schon Richtung Stadtauswärts ging, sah ich ein Wegweiser für ein Youth Hostel.
Kaum eine halbe Stunde später lag ich erschöpft in einen schönen weichen Bett.
Nach 3 Nächten mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen tat mir sehr gut! Am nächsten Morgen überlegte ich mir wie es weiter geht. Entweder ich setzte meinen Weg fort oder ich plane komplett um. Als ich dann aber im Internet gesehen habe, dass das Interrail Ticket welches ich mir sowieso kaufen wollte für die Tour – um 15 % gesunken war, war meine Entscheidung schnell getroffen. Ich plane um. Da hab ich auch mal wieder gemerkt was für Vorteile es doch hat, wenn man alleine reist. Komplette Freiheit in allen Entscheidungen.
Somit machte ich mich also auf um mir das Ticket zu kaufen. Nur war mir da noch nicht so wirklich klar wie schwer es werden würde um an dieses Ticket ranzukommen
Als ich mich vor einigen Wochen noch in Zürich am Hauptbahnhof für das Ticket informiert habe, hätte mir die Verkäuferin es am liebsten sofort verkauft und ausgehändigt
Nur war Ich nicht in der Schweiz, sondern in England.
Am ersten Bahnhof in Swanage- welcher eher ein Bahnhöfchen war, wurde ich in ein anderes Städtchen geschickt, nach Wareham. Der Verkäufer sagte mir ich würde dort das Ticket bekommen. So sicher war er sich aber wohl nicht. Mit Recht! Denn als ich dort ankam -Ich hatte mir extra ein Ticket dafür gekauft –  schaute mich der Verkäufer am Schalter nur mit großen fragenden Augen an, als Ich ihn um das Interrail Ticket gefragt habe.
Er hatte keine Ahnung was ich eigentlich von ihm wollte. Ich schaute ihn nur mit meinen verzweifelten Augen zurück und erklärte ihm das ich extra hierher geschickt wurde um das Ticket zu kaufen. Er telefonierte daraufhin sehr lange mit einem Kollegen um nachzufragen wie und wo man das Ticket bekommt. Als er das Gespräch beendete bekam ich nur zur Antwort, dass es in ganz England nicht möglich sei ein Interrail Ticket zu kaufenNo, it is NOT possible
Aber wie oft kam ich in meinem Leben schon in solche Situationen, in denen alles anders lief als ich erhoffte..
Ich bat Ihm mir ein Ticket für Salisbury zu geben- um die Stonehedge zu sehen. Als er dann aber meinte, ich müsse in Southampton umsteigen, entschied ich mich kurzfristig nur nach Southampton zu fahren um dort dem Interrail Ticket einen last try zu geben.

Am Bahnhof angekommen fragte ich nun zum 3. mal nach dem Interrail Ticket. Und bekam wieder die gleiche Antwort. „No, its not possible Ich war schon fast am durchdrehen als plötzlich ein Kollege meinte, ich solle mal direkt in eine travel agency gehe und dort nachzufragen.
Darauf hätte ich selber auch mal kommen können, aber da ich meine Reisen und alles immer selber plane, habe ich nicht daran gedacht, dass die mir eventuell ein Ticket verkaufen könnten.
Und endlich, einige Stunden später war ich endlich Inhaberin eines solchen Tickets!
Zur kurzen Erklärung, mit diesem Interrail Ticket (Global Pass) kann man bis zu einem Monat in 30 verschiedenen Länder Europas nahezu unbegrenzt reisen. Für mein Trip perfekt. Und vor allem in Länder wie Großbritannien und Skandinavien lohnt sich solch ein Pass sehr, da diese Länder sehr teuer sind.

Ein neues Problem stellte sich zu meiner Freude dar. Das Ticket konnte man mir dort nicht direkt geben. Sondern ich müsste mindestens 2 Tage warten.
Zwei Tage sind nicht sehr viel, nur gab es in Southampton auf die Schnelle weder ein CS Platz noch ein bezahlbares Hostel. Aber der Mann von der Agentur war echt super. Er meinte es wäre möglich, dass ich mir das Ticket am nächsten Morgen selber abholen könnte, dafür müsse ich aber nach Winchester fahren. Englands frühere Hauptstadt, welche nicht sehr weit von Southampton lag. Gesagt getan.

Winchester Cathedral
Winchester Cathedral

Am Abend kam ich in Winchester an. Da ich weder in Southampton noch in Winchester eine gute Schlafmöglichkeit gefunden hatte, war es auch egal ob ich am gleichen Tag oder ein Tag später nach Winchester fahren würde. Mein Zelt erwartete mich sowieso. Mich graute es allerdings wieder eine Nacht zu zelten. Wie gesagt, alleine ist das nichts für mich.
Als ich nun hin und her ging auf der Suche um mein Zelt aufzuschlagen, traf ich auf einer schönen großen Wiese, nähe der Stadt, auf Emma und Alex. Ich wollte Sie eigentlich nur fragen ob Sie denken, dass es okay sei, wenn ich auf der Wiese zelten würde. Aber diese zwei schickte echt der Himmel. Überhaupt nicht damit gerechnet, lud mich Emma nach einem kurzen Gespräch so ganz spontan zu sich nach Hause ein! Sie meinte, dass Ihre Eltern nichts dagegen hätten und da es nur für eine Nacht sei auch überhaupt kein Problem. Ich war sprachlos und glücklich zur gleichen Zeit.
Anstatt einer schon recht kalten Nacht im Zelt habe ich in einem wunderschönen Haus auf einem großen Bett geschlafen. Das Emma mich als wirklich absolut fremde Person zu sich eingeladen hat, hat mich echt beeindruckt. Denn selbst bei Couchsurfing kann man immer anhand des Profils und den Referenzen sich wenigstens ein kleines Bild vorab von der Person machen.
Am nächsten Morgen hat Emma mich nochmals geflashed denn Sie hat mir angeboten mich zu der Firma zu fahren wo ich das Ticket abholen konnte.
Denn der Typ von der Agentur meinte schon zu mir, ich müsste erst mit dem Zug, dann mit dem Bus, nochmals mit dem Bus und dann ein ganzen Stück zu Fuß gehen bis ich irgendwann in „middle of nowhere mein Ticket abholen könnte.
Solche Personen wie Emma müsste es mehr geben, ich kann echt nicht sagen wie DANKBAR ich ihr war. Unglaublich.

Von den ganzen 3 Wochen die Ich nun unterwegs bin, waren die ersten Tage in England für mich mit am schwierigsten.
Aber seit dem ich nun das Ticket habe und etwas mehr im Voraus plane was meine Schlafmöglichkeiten angeht, ist es schon sehr viel besser.
Ich hatte mich letzten Endes doch nicht dazu entschieden zu den Stonehedge zu fahren, da ich von vielen gehört habe, dass es nicht wirklich sehr besonders sei. Und somit entschied ich mich einen Tag in Bath, einen Tag in Oxford und einen Tag in Liverpool zu verbringen.

Bath.


Wunderschöne Städte. Aber für mich die wohl schönste Stadt von allen war Oxford.


Liverpool war meine letzte Stadt in England.

Wer Fan von The Beatles ist sollte dort auf jeden Fall mal hin. Da diese Band noch „vor meiner Zeit“ war, wusste ich nicht einmal, dass die überhaupt aus Liverpool kamen :D.

Aber wenn man einmal in der Stadt ist, weiß das wohl jeder sofort. Neben einem Beatles Laden, der wohl alles was man sich vorstellen kann von den Beatles verkauft bis hin zum Museum „The Beatles Story“ kommt wohl kein Fan zu kurz.

Liverpool Habour

Da ich mich aber nicht unbedingt als Fan bezeichnen würde, bin ich lieber durch die wunderschöne Stadt geschlendert und sah doch tatsächlich überall in der Stadt verteilt Klaviere herumstehen. Ja.. Ich konnte natürlich nicht anders und musste mich einfach an eines der Klaviere setzen und spielen. Jetzt wo ich wieder auf reisen bin, fehlt es mir um so mehr. : (

Irland

IrelandAm Abend ging dann meine Fähre ins Land Nummer 4. Irland.
Aber das Beste daran war eigentlich das ich meine zwei besten Freundinnen dort traf Sara und Pia.
Seit der Schule kennen wir uns schon und trotz das ich seit 5 Jahren nicht mehr in Deutschland lebe ist der Kontakt niemals abgebrochen. Im Gegenteil. Irland war nun schon der 3 gemeinsame Urlaub den wir zusammen machten.
Das wir und uns überhaupt treffen konnten, war eher Zufall. Pia hat sich vorgenommen 5 Wochen in Irland herumzureisen und da es genau in der Zeit lag wo ich meine Europa Reise machen wollte, hatte es perfekt geklappt. Und Sara nahm sich spontan frei für die Tage und schon war das Dreierpack wieder vereint :)
ich musste allerdings meine ganze Reise umplanen, da ich anfangs eigentlich mit Osteuropa anfangen wollte und Irland eines der letzten Länder auf meiner Liste gewesen wäre – aber für die beiden mache ich das sehr gerne : ).
Am ersten Tag als wir Sara vom Flughafen abgeholt haben, fuhren wir direkt weiter nach Galway. Eine kleine Stadt direkt auf der anderen Seite von Dublin an der Westküste Irlands.
Galway

Natürlich ging es gleich am ersten Abend in einen Pub was essen. Mit irischer live Musik und einer Menge gröllender Leute – es lief gerade die Auswahl für die Fussball Europameisterschaft -machten wir uns einen schönen Abend.

Obwohl, Pubs hin oder her, ich hab mir sagen lassen, dass die Iren nicht wirklich in Pubs gehen, aber alle Touristen, daher gibt es wirklich überall tausende von Pubs wo natürlich Guinness verkauft wird. – Guinnes trinken die Iren anscheint auch nicht wirklich- aber die Touristen.
Von den Iren selber kann ich in den paar Tagen leider fast gar nichts sagen. Mein erster „Kontakt“ mit einem Iren war leider nicht so schön.
Als mich meine Freundin vom Hafen abgeholt hat, fuhren wir mit dem Taxi zum Hostel. Der Taxifahrer war jedoch darauf aus uns so richtig abzuzocken. Da noch 2 andere Leute im Taxi mitfuhren, brachte er die erste Frau weg, die den ganzen Preis gezahlt hat, danach lies er meine Freundin und mich raus (5 minuten Fahrt) und forderte wieder den gesamten Preis. Also er hat so zu sagen doppelt abkassieren. Als ich zu ihm meinte das dies abzocke sei  war seine Antwort nur das ich mich beim „Gouverneur“ beschweren solle uns alles nur „Business“ sei….
Am 2 Tage fuhren wir zu den Cliffs of Moher. Cliffs of Moher

Ein MUSS für alle die mal nach Irland möchten. Alleine die Fahrt mit dem Bus dorthin war schon irre. Die Landschaft ist einfach unglaublich schön.

Leider hatten wir nicht sehr viel Zeit gehabt, da unser letzter Bus nach Ennis, schon 1,5 Stunden später los fuhr. Ansonsten hätten wir dort wirklich Stunden verbringen können.

Am Abend fuhren wir nach Ennis weiter, eine kleine Stadt südlich von den Cliffs of Moher. Die Stadt an sich war nicht sehr aufregend aber für uns war in erster Linie wichtig, dass wir drei zusammen waren. Und das tat einfach gut.
Nachdem wir uns dann an Spaghetti und Eiscreme satt gegessen haben und ein bestimmt 3 stündiges Mädelsgequatsche hinter uns hatten sind wir hundemüde ins Bett gefallen.
Unsere zwei letzten Tage zusammen haben wir in Dublin verbracht.

Und ja. Dublin. Also sehr begeistert hat mich persönlich die Stadt nicht. Ich denke mal, dass die größeren Städte in Irland nicht so besonders sind, aber die Natur um so mehr!
An unserem letzten Abend stand bei uns der Pub aber noch definitiv auf dem Programm.
Nachdem einem schönen Abendessen ging es abends auch schon los.
Aber bereits Nachmittag, als wir durch die Stadt gelaufen sind, haben wir bemerkt, dass man in Dublin sogar schon um 15:00 Uhr richtig gut abfeiern kann. Überall sah man Leute mit ihrem Guinness in der Hand die zu live Musik tanzten.

Wir waren in 3 verschiedenen Pubs. Aber der Letzte hatte es wirklich in sich.
Die Stimmung war einfach super genial und auch die live Musik einfach nur Top.
Ich habe schon lange nicht mehr so viel getanzt, gesungen und Spaß gehabt wie an diesem Abend.

Old Jameson Distillery


Leider hatten wir es an dem Tag nicht mehr geschafft eine Führung in der Old Jameson Distillery mitzumachen, da Sie schon ausverkauft war. Da ich in der Schweiz viel mit Spirituosen zu tun gehabt hatte, wäre es doch schon interessant gewesen wie so was hergestellt wird.
Am Donnerstag verabschiedeten wir drei uns wieder und jeder ging seiner Wege. Sara flog wieder zurück nach Deutschland,  Pia blieb in Dublin und ich fuhr weiter nach Belfast. DublinDort verbrachte meine letzte Nacht in wohl dem schlimmsten Hostel überhaupt.
Ich habe mich so was von unwohl gefühlt. Die Küche, der Kühlschrank und alles einfach schrecklich. Und selbst die Stimmung im Hostel war schlimm. Ja, manchmal kann man echt Pech haben mit den Hostels. Ich war so froh, als ich am nächsten Tag mit dem Taxi zum Hafen fuhr, wo meine Fähre nach Schottland ging. Dem wohl schönstem Land der Welt!

Schottland

Kaum das ich in Schottland angekommen bin, hab ich mich schon in das Land verliebt. Schottland

Alleine schon die Weiterreise mit dem Zug nach Schottlands Hauptstadt Edinburgh lies mein Herz für dieses Land höher schlagen.

 

Ich bin nun wirklich schon in vielen Ländern gewesen, aber ich kann definitiv sagen, dass Schottland zu einen der schönsten Länder zählt die ich bisher gesehen habe.

Edinburg.

Edinburgh Castle
Edinburgh Castle

Was mich an Edinburgh am meisten beeindruckt hat, ist das dort eine noch ziemlich gut erhaltene Burg fast mitten in der Stadt steht. Und ähnlich wie in Rom, eine Stadt wo sich Vergangenheit und Gegenwart treffen. Der Mix aus dem jahrhundertealten und dem neuzeitlichen Edinburgh macht diese Stadt sehr besonders und ein Besuch lohnt sich auf alle Mal.

Nach einigen Tagen in Edinburgh hatte ich eigentlich vor noch etwas weiter in den Norden von Schottland zu fahren. Vor allem da Ich mein Plan nach Island und Norwegen zu reisen erstmal verschoben habe, wollte ich wenigstens in Nordschottland die Nordpolarlichter sehen.
Aber da mein Flug nach Göteborg in Schweden schon in wenigen Tagen ging, blieb mir leider keine Zeit. Ich bin stattdessen nach St. Andrews gefahren. Eine Kleinstadt an der Ostküste Schottlands. Ich hatte bis zu dem Tag wo ich hinfuhr noch nie etwas von der Stadt gehört, aber gelesen das sie sehr schön sein soll. Und die Entscheidung dort hinzufahren, war wohl die Beste die ich machen konnte.

Ich habe in meinen ganzen Leben noch nie solch einen schönen Sonnenuntergang gesehen wie dort.

St. Andrews
St. Andrews

Und genau das, ist was ich am Reisen einfach nur liebe. Von einem zum anderen Moment komplett geflasht zu werden.
Das ist wahrhaft ein Balsam für meine Seele.

Am nächsten Tag bin ich nach Glasgow gefahren, nur leider viiiel zu spät, so dass ich fast nichts von der Stadt gesehen habe. :(
Ja, blöd gelaufen.  Ich musste halt schon am nächsten Tag nach London, da mein Flug  von dort aus nach Schweden ging.
Ich hätte auch etwas später fahren können um mir dann noch die Stadt anzuschauen , aber da ich spontan noch meine Freundin, die für 2 Wochen nach  England gekommen ist, besuchen wollte, musste ich sehr früh nach London fahren.

Kaum angekommen, bin ich schnell zum Hostel gehetzt, habe eingecheckt, Sachen dagelassen und bin weiter nach Bournemouth gefahren.


Und es hat sich definitiv gelohnt =) ….auch wenn ich 2 Nächte hintereinander ziemlichen Schlafentzug hatte. Aber Ich konnte noch einen weiteren Ort in Südengland kennen lernen und natürlich meine Freundin sehen.

18/09/2015

Schweden

Flug nach Göteburg
Flug nach Göteburg

Skandinavien ist für Backpacker nicht gerade ein günstiges Fleckchen, aber lohnen tut es sich dennoch. Nachdem ich in England und Irland fast nur in Hostels unterwegs war, hab ich für meine Zeit in Schweden über CS Hosts gefunden. Eine Nacht für Göteborg und zwei Nächte für Stockholm. Göteborg

Göteburg an sich ist ganz nett. Es hat mich jetzt nicht unbedingt umgehauen. Aber da ich mit Absicht nicht direkt nach Stockholm fliegen wollte, sondern erst nach Göteburg damit ich etwas mehr von Schweden sehe, blieb ich dort eine Nacht.


Am nächsten Tag ging es dann in Schwedens Hauptstadt: Stockholm.
Eine wirklich wunderschöne Stadt welche aus hunderten von kleinen und großen  Inseln besteht.  Mein Host Mahdi von Couchsurfing hat mich von Bahnhof abgeholt und ich muss echt sagen, dass er einer meiner besten Gastgeber war ist die ich bisher hatte.

Ursprünglich kommt er aus dem Iran, lebt aber schon seit 7 Jahren in Schweden.

Ich war ungefähr 3 Tage in Stockholm und was mir schnell aufgefallen ist, war das die Sprache dem Deutschen sehr ähnelt.  Also sich wirklich sehr ähneln!  Also ja, ich will jetzt auch Schwedisch lernen  :)
Das ist typisch für mich! Es braucht nicht viel oder lange um mich dazu zu verleiten eine neue Sprache zu lernen, oder in ein neues Land zu reisen-bzw auf Zeit zu wohnen. So war es auch schon in den letzten Jahren. Und daher bin ich jetzt am überlegen ob ich nicht vielleicht irgendwann nochmal für einige Monate nach Stockholm gehe um Schwedisch zu lernen… wer weiß. Mahdis meinte schon zu mir, ich müsse länger bleiben, wenigstens um die Stadt noch etwas mehr zu sehen, aber leider ist meine Zeit für Europa begrenzt ansonsten würde ich auch gerne noch mehr in den Norden von Schweden fahren.


Nach langen hin und her überlegen ob ich noch nach Finnland gehe- da es halt auch sehr teuer ist und ich bisher nicht wirklich jemanden über Couchsurfing gefunden habe, entschied ich mich dennoch dafür. Ich meine wenn ich schon mal hier bin, will ich es auch ausnutzen.
Und somit ging es nun vor einigen Stunden weiter mit der Fähre Richtung Finnland!

23/09/2015

Finnland

Helsinki, um genau zu sein. Denn das war die einzige Stadt in der ich gewesen bin. Mein Herz habe ich nicht unbedingt an die Stadt verloren aber dafür an diesen Sonnenuntergang.

Um zu meinem Hostel zu kommen, musste ich immer eine Fähre von Helsinki Richtung Suomenlinna nehmen. Dort befindet sich eine Festung aus dem 18. Jahrhundert, welche auf der gleichnamigen Inselgruppe gegenüber von Helsinki liegt. Sie steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und ist definitiv ein Besuch wert.
Ich empfehle auf jeden Fall sich viel Zeit dafür zu nehmen, wenn man sich die Festung anschauen möchte.


Da mir Helsinki persönlich nicht besonders gefallen, bin ich nach ein paar Tagen weiter -wieder mit der Fähre – Richtung Tallin, Estland.

Estland & Lettland

Wenn ich eines bereue auf meiner ganzen Reise, dann, dass ich nicht länger in Tallinn geblieben bin. Der Hauptstadt Estlands. Es waren weniger als 24 Stunden.
Da meine Reisezeit in Europa begrenzt war, hatte ich nicht sehr viel Zeit für Estland eingeplant, was Ich gleich bei der Ankunft mit der Fähre im Hafen von Tallinn sehr bereut habe.

Tallinn
Tallinn

Es war zwar Sonntagabend, aber dennoch war die Stadt noch sehr lebendig!  An jeder Ecke war laute Musik zu hören, es gab viele Bars und Restaurants. Obwohl es schon fast Mitternacht war als Ich im Hostel ankam und erschöpft von der Reise, musste ich einfach noch einmal raus um mir die Stadt anzuschauen. Ich hatte leider bereits zuvor ein Busticket für Riga für den nächsten Tag gekauft, da 2 Tage später mein Flug von Riga nach Wien ging. Somit war dies meine einzige Nacht in Estland.

Da ich mit dem Interrail Ticket unterwegs war und einige Länder- wie Estland und Lettland – ausgeschlossen sind vom Interrail, fuhr ich per Bus von Tallinn nach Riga.
4 Stunden und 20 Minuten mit dem Bus und schon ist man in der nächsten Hauptstadt. Das geht wohl echt nur in Europa.

Riga
Riga

In Riga hat mich Juliana von CS gehostet. Meine „Schwester“ im christlichen Sinne. Ich war so froh bei ihr die Tage verbringen zu können und Riga zu erkunden. Riga war schon immer eine der Städte, die Ich unbedingt anschauen wollte. Ich hatte lediglich einmal ein Bild von der Innenstadt gesehen mit seinen wunderschön restaurierten Fassaden und der Altstadt, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und schon war meine Begeisterung entdeckt und in echt sieht diese Stadt noch viel schöner aus.

Slovakia

Ein langer Weg.

Da ich soooo viel in so kurzer Zeit sehen wollte, ging es nun von Riga weiter nach Bratislava per Flugzeug. Da wusste Ich nur noch nicht das es keine Direktverbindung gabt. Daher flog Ich von Riga nach Istanbul, weiter nach Wien und von dort aus mit dem Zug nach Bratislava.

am Flughafen

Jedoch kam der Zug am Flughafen von Wien dermaßen zu spät, dass ich mein Anschlusszug nach Bratislava verpasst habe- der auch Gleichzeitig der letzte Zug an diesem Abend gewesen war. Somit hatte ich also die Möglichkeit entweder die Nacht am Flughafen zu bleiben und mit dem Zug am nächsten Tag weiter zu fahren. 2. Den ersten Zug am nächsten Tag zu nehmen der irgendwann nachts ging oder 3. 27 Euro für ein Hostel in Wien auszugeben. am Flughafen
Ich entschied mich fürs Erste.

Angenehm ist was anderes (; . Am meisten gestört hat mich allerdings das Licht und nach und nach die Kälte.
Es war nicht unbedingt kalt im Terminal,  aber da die Körpertemperatur im Schlaf absinkt fängt man ohne Decke schon an zu frieren.

Bratislava
Bratislava

Somit „schlief“ ich ca. 3 Stunden bis Ich mich auf den Weg zum Bahnhof machte um endlich mit dem Zug nach Bratislava zu fahren. Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich neugierig auf Bratislava. Es gibt einen Film „Eurotrip“ bei dem Bratislava als eine sehr heruntergekommene Stadt dargestellt wird, was ich bei der Ankunft und in den darauffolgenden Tagen jedoch keineswegs bestätigen konnte.

Slovenien

Von Bratislava aus ging meine Reise weiter in Sloveniens Hauptstadt Lublijana. Wie man bemerkt hatten sich irgendwie immer mehr und mehr Länder auf meine Europareise gesetzt. Viele an die Ich eigentlich gar nicht gedacht hatte. Somit auch Slovenien. Aber das Ich ja immer noch mein Ticket hatte mit dem Ich fast überall hinfahren konnte, und Slovenien „auf dem Weg“ lag, entschied Ich mich dazu einen kleinen Abstecher nach Lublijana zu machen.

Aber ähnlich wie in Helsinki hat mich die Stadt wenig gereizt. Sie war einfach.. langweilig. Slovenien stelle ich mir schon interessant vor, und ich war dort bestimmt nicht das letzte Mal, in Lublijana aber wohl schon.

Kroatien

Nun ging es aber in ein Land, welches definitiv auf meiner Liste stand. Kroatien! Mein Bruder war schon mal dort gewesen und hat mir vorgeschwärmt wie schön das Land doch sei. Und das kann ich nur bestätigen.

Die Landschaft ist einfach umwerfend schön. Nur meine Reise in das Land war alles andere als schön. Da zu der Zeit die Flüchtlinge nach ganz Europa kamen, hatte das auf vieles seine Auswirkungen. In meinem Fall auf die Zugfahrten. Es gab viele Züge die Tagelang auf Grund der Flüchtlinge nicht mehr fuhren. Genauere Gründe bekam ich nicht, als mir wieder mal gesagt wurde das es zur Zeit keine Verbindung nach Zagreb, der Hauptstadt in Kroatien gab. Anscheinend wurden die Züge für die Flüchtlinge gebraucht. Es war zwar etwas blöd für mich, dass ich deswegen mehrere Male den Zug nicht nehmen konnte aber wichtiger war es, dass den Flüchtlingen geholfen wurde. In meiner ganzen Reise die Ich nun durch Europa schon gemacht habe, habe ich dort erst richtig erkannt, welche Ausmaße die Flüchtlingskrise hatte.
Letzten Endes konnte ich aber mit dem Zug und dann weiter mit dem Bus nach Zagreb fahren. Von dort aus sollte es dann gleich weiter nach Split gehen. Dort war jedoch wieder das Gleiche, kaum angekommen wurde mir gesagt, dass der Zug nicht fährt. Somit blieb mir nichts anderes übrig als in Zagreb die Nacht zu bleiben.
Am nächsten Tag ging es dann aber endlich in die wunderschöne Stadt Split. Kroatiens zweitgrößte Stadt im Süden des Landes.
Eine Stadt im Palast.

Um genauer zu sein Splits Altstadt, welche direkt aus dem Diokletian-Palast heraus entstand. Der Palast, mit seinen antiken Marmorsäulen und ehemaligen Kellergewölben, gehört zum Weltkulturerbe. Für mich war es wie eine Reise ins alte Europa, viele der Bauten aus der Römerzeit sind noch sehr gut erhalten und es macht einfach Spaß durch die teils engen Gassen zu schlendern. Man sollte sich dabei nur nicht verlieren. Aber auch dort waren sehr viele Touristen, welche in Ihren Grüppchen und ihren Selfiesticks die Stadt belagerten ;). Ich habe einige andere Backpacker getroffen die schon ziemlich genervt waren von all den Touristen. Aber so ist das nunmal. Man kann es denen ja nicht verübeln das Sie sich auch die Stadt anschauen wollen, da es sich auf jeden Fall lohnt.

Per Zufall habe Ich wohl einen der schönsten Aussichtspunkte über Split entdeckt. Šetalište Luke Botića. Sie liegt auf der Halbinsel von Marjan im bei Split. Es ist zwar ein ziemlicher Fußmarsch bis man oben ankommt, aber der traumhafte Blick auf den Hafen die Uferpromenade, den Palast und den Kirchturm, der sich von dort aus bietet, entschädigt für alles.

 

Bosnien & Herzegowina

Mein nächstes Ziel war Saravejo in Bosnien & Herzegovina. sarajevoAlleine dieser Name erweckte in mir schon die reine Abenteuerlust. Ich kenne niemand anderes der schon mal in dieser Stadt geschweige denn in diesem Land gewesen ist. Und nachdem Ich dort fast eine Woche gewesen bin verstehe Ich es noch weniger, denn genau wie Kroatien hat Bosnien & Herzegowina viele Naturschönheiten.
Bosnien & HerzegovinaDa mein Interrail Ticket langsam ablief, versuchte ich nochmals ein gutes Stück mit dem Ticket zu fahren um nicht extra Geld auszugeben.Kroatien-Bosnien

So nahm ich dann auch die sehr lange Zugfahrt nach Sarajevo in kauf. Da es keine Direktverbindung von Split nach Saravejo gab, musste Ich den ganzen Weg von Split nach Zagreb zurück fahren und von dort aus dann nach Sarajevo zu fahren. Es waren insgesamt um die 16,5 Stunden Zugfahrt! Mit Pause in Zagreb. Das war echt anstrengend. Und ich wurde auf der gesamten Fahrt ungelogen mindestens 4 mal kontrolliert. Ich dachte echt das sei ein Witz.. Aber trotz all der Anstrengung und der irren langen Fahrt, es hat sich sehr gelohnt! Sarajevo ist eine sehr interessante Stadt. Denn durch die orientalische Altstadt, mit ihren engen Gassen und Händlerbuden, fühlt man sich als würde man eine Reise durch die Zeit machen. Es war einfach einmalig. Eine Altstadt wie es keine zweite gibt die Ich bisher gesehen habe.


Der Übergang in Sarajevo zwischen Alt- und Neustadt ist extrem. Kaum hört die Altstadt auf, befindet man sich nur wenige Schritte schon direkt in der Neustadt mit seinen Einkaufshäuser, Kinos und Geschäften. Was mir sehr auffiel, war wie sehr islamisch die Stadt geprägt ist, es war das erste Mal in meinem Leben wo ich die Gesänge von den Moscheen gehört habe die zum Gebet aufrufen. In solch einen Moment fühlt man sich wirklich wie in einer fremden Welt. Aber, auch trotz das ich Christin bin, es hatte etwas beruhigendes an sich und schönes die Gesänge zu hören. Es gab sehr viele Moscheen in der Stadt so das Ich mich kurzer Hand dazu entschloss mal eine von innen mir anzuschauen. Es war zwar etwas komisch vor allem da Ich nur mit einem Kopftuch rein durfte, aber auch sehr interessant, da dies eine ganz fremde und neue Kultur für mich war.

Ich blieb 3 Tage in Sarajevo bis ich dann weiter in den Süden nach Mostar fuhr. Die Fahrt mit dem Zug durch die Natur war traumhaft schön. Umgeben von all den Bergen entlang der Neretva, ein Fluss der sich von Bosnien bis nach Kroatien entlang zieht.

Mostar, ist eine sehr schöne Stadt im südlichen Teil von Herzegowina. Ich kam eigentlich nur auf diese Stadt da mir viele andere Backpacker von der Stadt vorgeschwärmt haben.

Mostar
Mostar

Sie ist zwar klein, aber echt süß- wenn man eine Stadt überhaupt so nennen kann.

Mit einigen Leuten des Hostels wo ich war sind wir zu einem verlassenen Gebäude gegangen auf dem man wohl die beste Aussicht auf Mostar hat. Altes GebäudeEs war so ziemlich verlassen und auch etwas unheimlich. So sind haben wir versuch einen Weg durch all den Schott und Geröll uns nach oben zu Suchen. Das war wirklich mal ein Erlebnis.

 

In Deutschland wäre so was garantiert verboten gewesen, in Bosien & Herzegovina wurde uns dieses verlassene Gebäude vom Hostel wärmstens empfohlen. Ungefährlich war es nicht gerade, aber ein Erlebnis.

Da Mostar ganz in der Nähe der kroatischen Grenze liegt, bin ich von  dort noch einmal über die Grenze und hab mir zwar einen schönen aber extrem touristischen Ort namens Dubrovnic angeschaut.

Dubrovnik

Mir wurde vorher schon von anderen Reisenden gesagt, dass Dubrovnik sehr touristisch sei, aber dennoch wollte Ich mir den Ort nicht entgehen lassen. Dubrovnik wird auch als „Perle der Adria“ oder „Das Paradies auf Erden“ bezeichnet. Das wohl erkennbarste Wahrzeichen der Stadt sind die immer noch intakten Stadtmauern. Mit ihren Türmen, Bastionen und Festungen zählen sie zu den schönsten und erhaltesten Festungen des Mittelmeerraumes. Trotz der vielen Touristen, hat mir die Stadt sehr gefallen.

Montenegro

Montenegro
Montenegro

Da mein Interrail Ticket nun abgelaufen war, ging es mit dem Bus weiter nach Montenegro. Zu Deutsch „Schwarzer Berg“ . Und Ich kann mit Sicherheit sagen, dass man ziemlich schnell bemerkt wann man In Montenegro angekommen ist. Kotor

Die gewaltigen dunklen und schroffen Berge die Kotor, eine alte mediterrane Hafenstadt, umgeben, haben wirklich etwas geheimnisvolles an sich. Die Bucht von Kotor ist wohl einer der schönsten Orte der ganzen Mittelmeerküste wo Ich gewesen war.

Kotor

Auch die Stadt selber war sehr schön anzuschauen, vor allem da dort kein „Massentourismus“ herrschte.

Am zweiten Tag in Kotor habe ich mich auf eine kleine Wanderung gemacht rauf in die Berge. Ich denke dies war eines der besten Sachen auf meiner gesamten Reise. Es war unglaublich schön. Der Aufstieg war um die zwei Stunden. Ich wollte eigentlich zur Burg Saint Giovanni welche in 400 m Anhöhe sich über der Stadt befindet. Man kann entweder die Treppen gehen und zahlt einen kleinen Eintritt dafür oder man geht einen anderen, etwas längeren Weg. Meine Wahl fiel auf den längeren Weg, nur nach einiger Zeit als Ich immer höher und höher kam und runter auf die gigantische Aussicht blickte, bemerkte ich das Ich die Burg irgendwie schon längst hinter mir gelassen habe. Ich habe irgendwie die Abzweigung verpasst. Aber letzten Endes, war dies sehr zu meinem Glück, denn diese Aussicht die Ich bekam als Ich endlich auf der Spitze des Berges ankam, war einfach unglaublich und unbezahlbar.

Albanien & Mazedonien

Durch meine Reise weiter in den Süden, ging es noch nach Albanien und Mazedonien.
In Albanien war ich einige Tage in der Stadt namens Shkodra.

Shkodra

Da ich noch nicht wirklich von vielen gehört habe die schonmal in Albanien waren, wusste ich nicht so recht was auf mich zukam. Shkodra jedoch fand ich sehr schön, vor allem seine Innenstadt. Albanien ist zwar ein sehr armes Land, aber die Albaner sind super gastfreundlich und es ist sehr günstig dort.

Meine Reise ging weiter zur Hauptstadt nach Tirana, nur das Ich so ziemlich Pech gehabt habe, das es in diesen Tagen wie aus Eimer geregnet hat. Und das wirklich Tagelang. So hab ich leider nicht wirklich viel gesehen von Tirana. :/.
Als ich in Mazedonien ankam, hatte ich zwar nicht unbedingt mehr Glück mit dem Wetter, aber etwas mehr Zeit und wenigstens einige Stunden ohne einer Regenwolke. Ich bin nach Ohrid gefahren. Zum wohl einer der schönsten Orte der Welt.

Lake of Ohrid
Lake of Ohrid

Ich hatte erst einige Tage bevor ich nach Mazedonien gefahren bin, was von diesem Ort gehört. Denn so viele Backpacker haben mir davon vorgeschwärmt und es ist echt ein wahrer Geheimtipp. Er ist als Reiseziel zwar noch nicht so bekannt, aber hoffentlich in naher Zukunft, denn er hat es wirklich verdient.

Griechenland

Thessaloniki
Thessaloniki

Thessaloniki in Griechenland war meine vorletzte Stadt auf meiner Reise. Ich verbrachte vier Tage dort davon 2 Nächte bei einem super netten Mädel von Couchsurfing. Und Sie war echt genial. Nicht nur das wir so ziemlich die gleichen Interessen hatten was das Theater anging, sondern auch weil Sie mich gerade mal einige Tage nachdem Sie sich überhaupt in Couchsurfing angemeldet hat, bei sich aufgenommen. Ich hatte Sie und Ihre Freunde kennen gelernt und ich kann echt sagen, dass Griechen -jedenfalls die Ich bisher kennen gelernt habe- wohl die nettesten und freundlichsten Menschen sind die Ich je kennen gelernt habe.

Wir hatten eine super nette Zeit gehabt und ich musste Ihnen versprechen, dass ich Sie wieder besuchen komme- sonst hätten Sie mich wohl nicht gehen lassen =)

Türkei

Last but not least. Istanbul.

Istanbul
So viele meiner Freunde und Bekannte die schon dort gewesen sind, haben mir von dieser gigantischen Stadt vorgeschwärmt. Alleine das Sie auch zwei verschiedenen Kontinenten liegt, macht Sie schon interessant. Auch dort verbrachte ich die Tage mit Couchsurfern und dessen Freunde, und auch die waren extrem gastfreundlich und super nett drauf.

Da in Deutschland sehr viele Türken leben, war es sehr interessant Sie mal in ihrem eigenen Land zu erleben. Ich selber kenne nicht viele Türken in Deutschland, aber was Ich von den Türken in Istanbul sagen kann ist, dass Sie super nett und gastfreundlich sind.

Worauf ich mich in Istanbul sehr drauf gefreut habe zu sehen, war der Basar. Jedoch wurde Ich leider ziemlich enttäuscht. Ich hatte mir das irgendwie sehr viel traditioneller vorgestellt. Aber stattdessen war es voller Touristen und man wurde von jeder Seite angequatscht was zu kaufen, aber richtig extrem. Nach kurzer Zeit bin ich von dort geflohen!


Die Welt ist klein,  hatte Ich gedacht als ich mich mit einer Bekannten getroffen habe, die aus Indien kommt und ich in der Schweiz kennen gelernt habe! Es war einer meiner ersten Tage in Zürich, und wir waren im selber Hostelzimmer. Irgendwie kamen wir ins Gespräch und blieben im Kontakt. Und daher hab ich auch erfahren, dass Sie Istanbul jetzt lebt, so das wir uns sehr spontan in Istanbul getroffen haben. Aka & Ich Istanbul
Ansonsten hat Istanbul mehr als viel zu bieten. Ich glaube die 4 Tage die Ich dort war, habe ich vielleicht gerade mal 10 % der Stadt gesehen. Also ich denke ich muss da nochmal zurück.


Aber alles hat mal sein Ende. Somit auch meine Europareise.

Europareise 2015
Und aus den eigentlich 13 Länder, sind irgendwie fast 20 geworden!!!

War schon bisschen schnell alles, aber bereuen tue ich es nicht. Es tat mir einfach gut mal wieder unterwegs gewesen zu sein und so viel mehr von Europa gesehen zu haben. Dennoch in einige Länder will ich auf jeden Fall nochmal zurück und Sie mir genauer anzuschauen.
Aber erstmal stand ja noch eine neue, weit entfernte Reise vor mir.
Mittelamerika!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s