Österreich

Österreich. Eine Wintersaison. Das war mein Plan. Aber ihr wisst ja bereits wie es ist wenn ich etwas plane ;)

Ich bin nun also vom warmen und sonnigen Rio de Janeiro ins verschneite Obergurgel in Österreich gereist um mich dort in einem Hotel vorzustellen. Der Name ¨Obergurgel¨war aber wohl auch das einzige was ich dort geliebt habe. Mein Lebenslauf hatte ich dem Hotel vorweg schon zugeschickt, also wussten Sie bereits wo ich alles vorher gearbeitet habe und was Ich gemacht habe.
Es war ein Familienunternehmen, welches nur im Winter geöffnet hat. So war also alles ziemlich verlassen, als ich im Hotel ankam um mich vorzustellen. Bis auf die Familie denen das Hotel gehörte und auf mich gewartet haben war keiner da.

Nach einem kurzen Gespräch mit den Besitzern bekam ich auch schon gleich die Zusage für die Saison die von Mitte November bis Ende April gehen sollte.
Da es aber erst Oktober war, hatte ich noch Zeit gehabt und habe noch einige Freunde in Deutschland und Österreich besucht und natürlich meine Familie.

Als nun der Tag gekommen ist wo ich im Hotel angefangen habe, war ich doch schon etwas aufgeregt. Fast 5 Monate mit den gleichen Leuten unter einem Dach zu wohnen, umgeben von riesigen Bergen und so viel Schnee wo das Auge nur hinreicht.

Ich bin nun wirklich kein Wintermensch aber ich brauchte das Geld und das was Sie mir zahlen würden, war echt gut.
Ich wäre ehrlich gesagt sonst wohl auch niemals nach Österreich gegangen. Jedenfalls nicht für mehrere Monate. Ist mir dann doch irgendwie zu Deutsch.

Als ich nun meine ersten zwei Arbeitstage hinter mich gebracht habe, stand es schon klar. Das wird nichts mehr. Unglaublich :x ! Ich sollte eigentlich in der Bar arbeiten. Nun, ich habe beim Vorstellungsgespräch bereits gesagt, dass ich mit der Zubereitung von alkoholischen Getränke nicht viel Ahnung habe, aber es sehr gerne erlernen würde.- Sie meinten es sei kein Problem und Sie würden es mir beibringen.

Als ich dann anfing, ging es aber nicht hinter die Bar, sondern in den Service. Und das ist dann doch nochmal anders wenn man in einem Hotel arbeitet, wo die Gäste wie im Rausch alle auf einmal anstürmen ( mit allen meine Ich ca. 75 Gäste) sich hinsetzen und sofort bedient werden wollen.
Ich habe nun schon wirklich sehr viel Erfahrung im Service und kenne mich in diesem Bereich sehr gut aus, aber der Unterschied, ich wurde wenigstens immer vorher eingearbeitet was im Hotel nicht der Fall war.
Nach 3 Tagen war ich weg.
So, nun stand ich also da mit meinem Gepäck, ohne Geld, (sogar mit Schulden), ohne Wohnung, ohne einen Job aber mit meinem Glauben.

Und da hat Gott mir wieder einmal gezeigt, dass er mich nicht im Stich lässt. Ich hatte nämlich zu dieser Zeit, meine Freundin aus Innsbruck zuvor besucht die Ich damals in Bilbao wo ich Au pair gemacht habe, kennengelernt habe.
Sie wusste meine Situation und hat mir schon gleich angeboten, dass ich zu ihr erstmal nach Innsbruck kommen kann. Ich war ihr so dankbar! Als hätte Gott vor 4 Jahren schon gewusst, dass ich eines Tages in Österreich sein werde und Hilfe brauchen werden so das er mir Kathrin geschickt hat.
Gottes Wege sind einfach unergründlich.

So bin ich nun in das schöne Innsbruck gefahren, der Hauptstadt von Tirol. Die ersten 1–2 Wochen war ich bei Kathrin und Ihrer kleinen Familie. Sie hat mich so liebevoll aufgenommen, das werde ich Ihr nie vergessen!
Ich brauchte nach dem es mit der Wintersaison nicht geklappt hatte nun also ein Plan B.
So fing ich an mich in Innsbruck umzuschauen was es dort an Jobmöglichkeiten gab.
Innerhalb von 2 Wochen hatte ich ein Zimmer und einen sehr guten Job in einem sehr bekannten Café. Amen und Danke Gott kann ich dazu nur sagen.

Café Katzung. Cafe KatzungDas war mein Arbeitsort für die nächsten 3 Monate. Mehr wollte Ich nicht bleiben. Österreich ist ja wirklich ein schönes Land und Innsbruck eine atemberaubend schöne Stadt, aber mich reizt nicht viel dort.

Es war eine sehr gut laufendes Café, fast täglich standen die Gäste bis auf die Straße und haben auf ein Platz gewartet. Es war manchmal echt anstrengend und es gab sooooooooooooooo viele Italiener dort! Das hab ich natürlich ausgenutzt um mein Italienisch aufzufrischen.
Durch die Arbeit im Café konnte ich mir einiges ansparen, nachdem ich die xxx,xx € von Schulden an meine Mam wieder zurück bezahlt hab.

In dieser, anfangs nicht leichten Zeit, hat mir meine Mam mal wieder gezeigt, dass Sie immer für mich da ist. Sie ist nicht reich, aber wenn wir Kinder Hilfe brauchen ist Sie immer für uns da. Und ich kann Ihr nur tausendmal danken das Ich mich auf Sie verlassen kann

Nach einigen Monaten die Ich nun in Österreich war, kam mir ein Gedanke. Ich hatte schon öfters solche Gedanken die auf einmal da sind und alles bei mir auf den Kopf stellen können. So wie auch dieses Mal.

Dieses Mal war es der Gedanke England. Warum gehst du nicht nach England und suchst dir dort eine Arbeit?

Und es dauerte nicht lange und ich saß schon im Flieger Richtung London.

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