Mein Leben in Argentinien

In den fast 3 Jahren in Buenos Aires habe ich so einiges erlebt. Gutes wie auch schlechtes. Aber ich habe noch nie so sehr um etwas gekämpft wie dort. Um meinem Traum. Denn es war- vor allem im ersten Jahr- alles andere als leicht für mich. Aber egal wie oft ich hingefallen bin, ich bin immer wieder aufgestanden und bin weitergegangen.
Und auf meinem Weg habe ich so wundervolle Menschen kennengelernt.

Da meine Eltern keine Millionäre sind, war ich die meiste Zeit auf mich selber angewiesen.
Ich hatte am Anfang noch etwas Unterstützung von meiner Mutter bekommen aber auf lange Sicht musste ich es schaffen mich selber irgendwie über Wasser zu halten. Und das hieß erst mal einen Job finden. Und das war alles andere als einfach.

Nach langem hin und her hab ich aber endlich was gefunden und muss sagen, das dieser einer meiner besten Jobs in Buenos Aires war. Ich habe in Deutschland oft als Kellnerin gearbeitet und mir macht es wirklich viel Spaß So hab ich dann auch dort in einem Restaurant angefangen. Pizza y Espuma.

Das lustige war, dass ich immer und immer wieder von den Gästen gefragt wurde, woher Ich denn sei. Nach und nach kannte ich die Fragen schon auswendig, weil ich immer das gleiche gefragt wurde haha. Woher Ich komme, was ich in Buenos Aires mache, wo ich Spanisch gelernt habe, wieso ich ausgerechnet in Argentinien leben will und nicht Deutschland, welches Land ich lieber mag etc.
Nicht selten haben die Gäste kleine Wetten über meine Nationalität abgeschlossen und als ich dann gesagt habe das ich aus Deutschland komme, lagen nicht immer alle richtig. Ganz oft habe ich Russland, USA und Frankreich gehört.
Später habe ich dann noch in anderen Bereichen gearbeitet wo ich meine Sprachen gut anwenden konnte.

Dennoch, das Wichtigste für mich war nicht die Arbeit, sondern meine Uni. Denn obwohl ich gerne in der Gastronomie arbeite, ist es nicht mein Traumberuf.
Ich war von klein auf immer ein kreativer Mensch.

Malen, Musik, Sprachen, Sport, Reisen und Theater. Da fühle ich mich geborgen drin. Und seit dem Ich denken kann, wollte ich immer Schauspielerin werden. Nicht um berühmt oder reich zu werden- wer so denkt, sollte den Beruf nicht machen- sondern weil dieser Beruf für mich alles zusammenfasst was Ich liebe. Ich kann meine ganzen kreativen Seiten in der Schauspielerei wieder finden.

Es ist einfach so vielseitig und es erweckt eine wahre Leidenschaft in mir. Ich kann mir einfach nicht vorstellen einen Beruf auszuüben, nur weil man da vielleicht viel Geld bekommt oder später einen sicheren Arbeitsplatz hat.
Da gehe ich lieber das Risiko ein, wie alle Künstler, dass es vielleicht nichts werden kann, aber ich werde mir niemals den Vorwurf machen müssen, dass ich es nicht wenigstens versucht hätte.

Aber auch ich hatte anfangs mit dem Gedanken gespielt etwas anderes zu studieren und das Theater in meiner Freizeit zu machen. Irgendetwas in Richtung von Hotellerie oder Sprachen. Somit hatte ich mich in Buenos Aires nach Universitäten umgeschaut die etwas in dieser Richtung anboten, wenn nicht dieser eine bestimmte Tag gewesen wäre..

Ich hatte mich mit einem Freund getroffen, der aus Mexiko kommt um ihn zum „Casa de actores (Schauspielhaus) zu begleiten.
Er hatte zuvor in einer mexikanischen Werbung mitgespielt, die in Buenos Aires gedreht wurde und wollte nun sein Check dort abholen.
So gingen wir nun zum Casa de actores, welches ein älteres, großes Gebäude mitten von Buenos Aires war. Als wir eintraten, sah ich an den Wänden große Bilder von verschiedenen Theater und Schauspieler hängen.
Ich sah mir ein Bild nach dem anderen an. Und je länger Ich diese Bilder ansah, desto mehr wurde mir bewusst: Rebekka, das was du eigentlich wirklich studieren willst ist nicht Hotellerie oder Sprachen. Es war, ist und bleibt die Schauspielerei.

Und so habe ich auf mein Herz gehört und ungefähr 1–2 Wochen später hatte ich mich auch schon in einer Schauspielschule eingeschrieben.
Centro de Investigación Cinematográfica- Escuela de Cine, Televisión y Teatro.
Somit hat sich mein 2. Traum erfüllt. Ich würde nun wirklich Schauspielerei studieren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s